Wer automatisierte Inhalte auf der Plattform X veröffentlicht, wird neuerdings mit einer satten Kostenerhöhung konfrontiert. Man hat dort die Gebühren für das Posten von Links über die hauseigene API von 0,01 $ auf 0,20 $ angehoben – also eine Steigerung von 1900 Prozent. Für Publisher und Tool-Anbieter, die täglich Hunderte oder Tausende Links automatisiert verbreiten, dürfte das ordentlich wehtun.
So hat das Medium Techmeme beispielsweise inzwischen seine Posting-Strategie auf X entsprechend angepasst und verzichtet nun auf direkte Links in den Beiträgen. Stattdessen werden Nutzer lediglich aufgefordert, die Website manuell aufzusuchen. Gründer Gabe Rivera macht keinen Hehl daraus, warum: Die Kosten sind schlicht nicht mehr tragbar. Außerdem sieht er die Plattform generell auf dem absteigenden Ast und setzt lieber auf Alternativen wie Threads, Bluesky oder Mastodon.
Das Nieman Lab untersucht, ob X?Beiträge mit externen Links benachteiligt werden („Deboosting“). X-Produktchef Nikita Bier widerspricht hier aber direkt: Es gebe keinen Code, der Links abwerte. Das Problem sei, dass klassische „Headline plus Link“-Posts wenig Interaktion erzeugen würden und deshalb vom Algorithmus weniger ausgespielt werden.
Offiziell begründet Bier die Preiserhöhung mit dem Kampf gegen Spam in der Suchfunktion. Wer für jeden Link zahlen muss, schickt weniger Spam, so die Idee. Für professionelle Publisher, die sowieso schon mit der schwindenden Reichweite auf der Plattform kämpfen, ist es aber nun einmal eine weitere Hürde – egal wie man die offizielle Begründung bewertet.
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