OpenAI stellt seinen erst im Oktober 2025 gestarteten KI-Browser Atlas bereits wieder ein. Stattdessen wandern die Funktionen direkt in ChatGPT. Die Desktop-Funktion "Computer Use" erlaubt es ChatGPT, Aufgaben im Hintergrund auszuführen – klicken, tippen, Dateien verschieben, auch über Apps und Browser hinweg, einmalig oder als wiederkehrende Aufgabe. Zusätzlich wird die Chrome-Erweiterung aktualisiert, sodass ChatGPT direkt in Chromes Seitenleiste nutzbar ist. Laut OpenAI fließen die Erkenntnisse aus Atlas und das Feedback der Nutzer in die neuen Funktionen ein. Atlas-Nutzer sollen Informationen zur Umstellung erhalten.
Beim Launch noch als Angriff auf Chrome gehandelt, zieht OpenAI bei Atlas jetzt keine acht Monate später den Stecker. Damit reiht sich der Browser in eine wachsende Liste gescheiterter OpenAI-Produkte ein – etwa Plugins, Apps, der ChatGPT-Agent oder das Videomodell Sora. Für Nutzer ist die Konsolidierung womöglich sogar praktischer – aber OpenAI bekommt Google-Nutzer so schlechter aus Chrome heraus, ein möglicher Wettbewerbsnachteil.
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