OpenAI-Präsident Greg Brockman prophezeit große Veränderungen: Der Paradigmenwechsel der KI führe vom Arbeiten mit dem Computer zum Arbeiten durch den Computer.
Statt dass sich Menschen an den Computer anpassen, passe sich der Computer künftig an die Wünsche der Nutzer an, schreibt OpenAI-Präsident Greg Brockman. KI habe die Softwareentwicklung in den vergangenen sechs Monaten bereits stark beschleunigt und stehe nun davor, jede andere computerbasierte Tätigkeit ebenso zu verändern. Kleine Teams könnten leisten, wofür früher große nötig waren.
Das ist disruptiv. Institutionen werden sich verändern, und Wege und Jobs, die Menschen für sicher hielten, werden es möglicherweise nicht bleiben. Wir wissen nicht genau, wie sich das entwickeln wird, und wir müssen es sehr ernst nehmen, Nachteile abzumildern und herauszufinden, wie wir uns als Gesellschaft und Welt gegenseitig durch diese Zeit unterstützen können. Aber dieser Moment hat auch etwas sehr Befreiendes. Zum ersten Mal können weit mehr Menschen zu dem werden, was sie sein wollen, mit weniger Hürden zwischen einer Idee und ihrer Umsetzung.
Greg BrockmanImmer mehr Menschen könnten ihre Absichten direkt in Software, Tabellen, Präsentationen, Workflows, Wissenschaft und Unternehmen umsetzen, so Brockman. Wie viel ein Computer künftig für den Nutzer erledigen könne, hänge laut Brockman direkt von der verfügbaren Rechenleistung ab. Die Welt befinde sich im Übergang zu einer von Rechenleistung angetriebenen Wirtschaft.
Brockmans große Vision erscheint keine zwei Tage, nachdem OpenAI-CEO Sam Altman zweimal angegriffen wurde, vermutlich aus Angst vor den existenziellen Risiken von KI. Altman hatte daraufhin erklärt, es sei sinnvoll, "die Rhetorik und die Taktiken zu deeskalieren", und eingeräumt, dass er "die Macht von Worten und Narrativen unterschätzt" haben könnte.
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