OpenAI-Agenten werten Mausgehirn-Daten in 32 Minuten aus, Menschen bräuchten Monate

2 weeks ago 9

OpenAI hat zusammen mit PerturbAI und Scripps Research tausende KI-Agenten eingesetzt, um biologische Daten aus Millionen von Mauszellen zu analysieren. Die Agenten, angetrieben von GPT-Rosalind, untersuchten laut OpenAI einen sogenannten Whole-Brain-CRISPR-Atlas, der zeigt, wie Genveränderungen verschiedene Zelltypen im Mausgehirn beeinflussen.

Die gesamte Analyse dauerte 32 Minuten. Jeder Agent untersuchte eine einzelne Genstörung, analysierte zelluläre Reaktionen und durchsuchte wissenschaftliche Literatur nach Erklärungen. Das Team schätzt, dass eine vergleichbare manuelle Analyse Monate bis ein Jahr dauern würde.

Die Agenten fanden unter anderem unerwartete Unterschiede zwischen zwei krankheitsrelevanten Genen sowie einen möglichen Zusammenhang zwischen Cholesterinregulierung und Neurodegeneration. In Blindvergleichen bevorzugten menschliche Experten die Berichte der verteilten Agenten in 75 Prozent der Fälle gegenüber einem einzelnen Agenten. Der resultierende "Reasoning Atlas" steht auf GitHub zur Verfügung, das zugehörige Paper ist auf bioRxiv veröffentlicht.

Laut OpenAI sollen die Hinweise helfen, zu entscheiden, welche Mechanismen zuerst im Labor geprüft werden.

KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert

Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.

Jetzt abonnieren

Read Entire Article