Ölkonzern Saudi Aramco kauft sich für den KI-Ausbau groß bei HUMAIN ein

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Saudi Aramco steigt bei HUMAIN ein, das Saudi-Arabien zu einem internationalen KI-Standort machen soll. Laut Aramco übernimmt der Ölkonzern 49 Prozent und steuert 2026 rund 2,6 Milliarden Dollar sowie eigene KI-Technik bei. Die im Mai 2025 vom Staatsfonds PIF gegründete Firma baut Rechenzentren, entwickelt Cloud-Dienste und KI-Modelle wie das arabische Sprachmodell ALLaM.

Bis 2030 plant HUMAIN drei Gigawatt Rechenzentrumskapazität. Die Firma will damit die Nachfrage im In- und Ausland bedienen und zu einem führenden KI-Exporteur werden. Das Geschäft läuft an: Ende August meldete AMD, dass die gemeinsam mit Cisco und HUMAIN aufgebaute Infrastruktur Kunden innerhalb und außerhalb Saudi-Arabiens bedient. Aramco will die Technik im eigenen Betrieb einsetzen und mit der Vermarktung eigener KI-Lösungen zusätzlich Geld verdienen. Über seinen Investmentarm Wa'ed Ventures ist der Konzern außerdem am koreanischen KI-Chipentwickler Rebellions beteiligt.

Der Iran-Krieg hat allerdings Folgen für den Ausbau: HUMAIN verstärke den Schutz seiner Rechenzentren, sagte Chef Tareq Amin im September gegenüber Semafor. Dabei orientiere sich Saudi-Arabien an Aramcos Erfahrungen mit der Absicherung von Ölinfrastruktur. Einen Rückgang der Nachfrage habe HUMAIN trotz des Krieges nicht verzeichnet.

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