
Netflix und andere Streaming-Anbieter stellen sich laut Financial Times gegen neue Pläne der Bundesregierung zur Filmförderung. Nach dem Entwurf sollen die Film-Subventionen in Deutschland in diesem Jahr auf bis zu 250 Millionen Euro steigen, nach 133 Millionen Euro im Jahr 2025. Im Gegenzug sollen Streamer künftig 8 bis 12 Prozent ihrer Umsätze wieder in europäische Projekte investieren müssen. Bisher lag der Satz laut Bericht bei 1,8 bis 2,5 Prozent.
Für Zuschauer klingt mehr lokaler Inhalt erst einmal ordentlich. Netflix warnt jedoch, dass feste Investitionsquoten am Ende weniger statt mehr Produktionen bringen könnten, wenn größere Projekte dadurch schwieriger zu stemmen sind. Netflix verweist zudem darauf, zwischen 2021 und 2024 bereits 500 Millionen Euro in 80 Titel in Deutschland, Österreich und der Schweiz investiert zu haben.
Mit an Bord im Streit ist auch Vaunet, der unter anderem Disney+, Paramount+, Warner Bros Discovery, RTL+ und Joyn vertritt. Kritisiert wird zudem eine Klausel, nach der Produzenten nach sieben Jahren Rechte an ihren Filmen zurückerhalten sollen.
Auf der anderen Seite begrüßen Studios wie Babelsberg die Pläne als Signal für den Standort Deutschland. Der Entwurf soll nun durchs Kabinett und nach der Sommerpause ins Parlament. Mal schauen, ob am Ende mehr Produktionen in Deutschland landen oder ob die Anbieter stärker auf die Bremse treten.
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