
Wer einen Garten besitzt, weiß, dass das Rasenmähen zu den regelmäßigen Aufgaben der Pflege gehört. Je nachdem, was für ein Typ man selbst ist, macht das mähen Spaß oder eben nicht. Der Rasenmähroboter MOVA 1000 will genau hier ansetzen und bringt Technik ins Spiel, die man sonst eher von Saugrobotern kennt. Der Roboter setzt im Gegensatz zu anderen Modellen nicht auf Draht oder RTK, sondern auf LiDAR. Ich habe den Roboter nun mehrere Wochen im Garten fahren lassen und bin in der Tat angetan.
Technische Daten:
- Flächenleistung: bis 1.000 m²
- Schnittbreite: 20 cm
- Schnitthöhe: 20–60 mm (am Gerät einstellbar)
- Gewicht: ca. 10 kg
- Steigfähigkeit: bis 45 %
- Akku-Ladezeit: ca. 45 Minuten
- Betriebsgeräusch: < 60 dB
- Navigation: 3D-LiDAR (UltraView)
- App-Steuerung: iOS/Android, deutsch lokalisiert
- Sicherheitsfeatures: Kindersicherung, Not-Aus, optionaler Diebstahlschutz (4G)
Einrichtung & Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist angenehm unkompliziert. Ladestation platzieren, Strom anschließen, Roboter per App verbinden und danach einmal am Rand des Gartens entlangfahren. Funktioniert genau so auch bei anderen Modellen, die ohne Begrenzungsdraht arbeiten. Die UltraView-LiDAR-Technologie scannt dabei die Umgebung und erstellt eine digitale Karte. Sperrzonen für Beete, Wege oder Teiche lassen sich direkt in der App einzeichnen. Funktioniert genauso wie die ursprüngliche Kartenerstellung. Man legt eine No-Go-Zone an und fährt den Bereich entsprechend ab.
Wer mehrere getrennte Bereiche anlegt, muss diese über sogenannte Kanäle miteinander verbinden. Man fährt also nur von einem zum anderen Bereich. Bei mir im Test hat der Roboter diesen Kanal auch immer zuverlässig genommen und musste dabei zwischen Haus und Garage fahren.

Die App selbst bietet dabei noch mehr Einstellungsmöglichkeiten – von Zeitplänen über Mähmuster bis hin zu Nachtmodi für den Schutz von Tieren. Man merkt jedoch, dass gerade bei der App ein wenig mehr Arbeit notwendig ist. Gelegentlich stimmt die Skalierung der Elemente nicht, es gibt leichte Übersetzungsfehler und die Push-Benachrichtigungen verwirren stellenweise.
Der Roboter in der Praxis

Das Herzstück des MOVA 1000 ist der 3D-LiDAR-Sensor. Er scannt die Umgebung in 360 Grad und erkennt Hindernisse wie Bäume, Spielzeug oder Tiere zuverlässig. Die Navigation funktioniert auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder unter Bäumen. Da hat das eine oder andere Modell mit RTK-Navigation Probleme mit. Es gibt spezielle Nachtmodi und „Animal Activity“-Zonen, die nachts nicht befahren werden. Im Test blieb der Mäher bei Hindernissen oder Spielzeugtieren zuverlässig stehen und wich ihnen aus. Da Technik dennoch nicht immer zuverlässig ist, lasse ich den Roboter weder abends noch in der Nacht oder morgens fahren. Er startet erst ab 08:00 Uhr. Da sind zumindest Igel und Co. nicht mehr zugegen. Die geländegängigen Räder sorgen für guten Grip, auch auf unebenem oder feuchtem Untergrund. Andere Modelle hatten die Neigung, sich bei schwierigen Stellen einzugraben, da zu viel Kraft auf den Rädern lag. Das klappt beim MOVA deutlich besser. Steigungen bis 45 Prozent (knapp 25°) sollen möglich sein. Das konnte ich aber nicht testen.

Wie ist denn das Schnittbild? Der MOVA 1000 arbeitet wie viele andere auch nach dem Mulchprinzip: Das Schnittgut bleibt als natürlicher Dünger auf dem Rasen. Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 und 60 mm direkt am Gerät manuell einstellen, die Schnittbreite beträgt 20 cm. Eine automatische oder motorisierte Höhenverstellung gibt es nicht. In der App können verschiedene Mähmuster gewählt werden – von klassisch Nord-Süd bis Schachbrett oder sogar Herzsymbole für besondere Anlässe. Der automatische Kantenschnitt spart das manuelle Nacharbeiten an klaren Rändern fast komplett. Das Schnittbild war im Test gleichmäßig und wirklich schön. Keine struppigen Grashalme, die in der Gegend herumstehen.

Mit 10 kg Gewicht ist der MOVA 1000 relativ leicht. Ein stabiler Tragegriff erleichtert den Transport, sollte er sich doch mal irgendwo verirrt haben. Der Regensensor schickt den Roboter außerdem bei Niederschlag automatisch zurück zur Ladestation, wenn man das möchte. Die Akkulaufzeit ist ok, aber nicht übermäßig gut. Je nachdem wie schnell die Mähgeschwindigkeit eingestellt ist, schaffte der Roboter bei mir 300 qm nicht ganz. MOVA gibt da deutlich mehr im Datenblatt an. Im Effizienzmodus schaffte er aber den kompletten Rasen. Störte mich aber nicht, da der Akku in 45 Minuten komplett aufgeladen ist und ich ohnehin nicht daneben stehen muss, wenn er mäht.

Die drei Klingen auf der rotierenden Scheibe lassen sich bei Bedarf schnell austauschen. MOVA legt neun Ersatzklingen bei.
Fazit
Der MOVA 1000 hat zumindest mich im Alltag mit moderner LiDAR-Navigation, zuverlässiger Hinderniserkennung, einem sauberen Schnittbild überzeugen können. Vorher drehte der Mammotion YUKA hier seine Runden und war in der Navigation mit RTK nicht so zuverlässig wie der MOVA. Die Einrichtung ist einfach, die Bedienung komfortabel und der Betrieb angenehm leise. Wer gerade einen Rasenmähroboter sucht, findet hier einen Kandidaten, der den Alltag wirklich erleichtert. Aktuell ist das Gerät auf der MOVA-Webseite mit 999 Euro 200 Euro günstiger. Er ist außerdem auch in einer kleineren Variante erhältlich.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

7 months ago
8


