Der chinesische Chiphersteller CMXT steht auf einer Sanktionsliste der USA. Apple möchte dort dennoch Speicher kaufen, wird jetzt berichtet. Damit versucht Apple offenbar, einen Zulieferer günstigerer Speicherbausteine zu gewinnen, nachdem sich die RAM-Preise zuletzt vervielfacht haben. China wird von Taiwan aber kritisch beäugt und so warnt das taiwanische Digitalministerium, dass günstig für den Urlaub erworbene eSIMs Datenverkehr durch China leiten könnten. Dabei könnten Daten abgegriffen werden. Reisenden wird empfohlen, eSIM-Angebote genau zu prüfen oder auf eSIMs zu verzichten. Kritisch hinterfragen wir die jeden Sommer auftauchenden Werbebanner, Videos und Spam-Mails, die Linderung bei Hitze versprechen. Doch was und wer steckt hinter Klimageräten, die Raumtemperaturen in Minuten um etliche Grade senken sollen? Bei der Recherche stellte sich heraus, dass dahinter etwa billige chinesische Heizlüfter stecken – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Apple betreibt seit Wochen Lobbyarbeit, um von der US-Regierung eine Freigabe für Einkäufe bei dem chinesischen Unternehmen CXMT zu erhalten, schreibt die Financial Times. Bisher ist das riskant, weil ChangXin Memory Technologies auf einer schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums steht. Das Unternehmen soll auch das chinesische Militär beliefern. Wie alle anderen Hardwarehersteller leidet auch Apple unter den vervielfachten Preisen für Speicherbausteine und hat deshalb kürzlich die Preise einiger Produkte angehoben. Weitere Zulieferer, mit dann günstigeren Preisen, könnten die Situation für Apple wieder lindern. Es gibt zwar kein direktes Kaufverbot chinesischer Chips für Apple, aber ohne Genehmigung durch die US-Regierung droht Ärger, so der Bericht: Apple bemüht sich um Speicher von CXMT.
Ärger für Handy-Nutzer vermeiden will die taiwanische Cybersicherheitsbehörde, die vor Risiken von eSIMs warnt. Eine eSIM ist eigentlich eine einfache Lösung, um möglicherweise teures Daten-Roaming zu verhindern, wenn damit eine lokale Verbindung genutzt werden kann. Doch insbesondere zu niedrigen Preisen angebotene eSIMs weitgehend unbekannter Anbieter könnten Mobilfunkdaten durch die Netze von Drittanbietern leiten, einschließlich chinesischer Telekommunikationsnetze, erklärt die zu Taiwans Digitalministerium gehörende Abteilung. Das berge die Gefahr von Überwachung. So könnten unverschlüsselte Daten in Netzen, die überwacht werden können, abgegriffen werden. So könnten etwa der Browser-Verlauf oder Zugangsdaten abgefangen werden: Taiwanische Cybersicherheitsbehörde warnt vor Überwachung durch billige eSIMs.
Aus China kommen viele Klimaanlagen und andere Kühlgeräte, die bei der derzeitigen Sommerhitze in Europa reißenden Absatz finden. Aggressive Anzeigen bewerben sie als „revolutionär“. Vor allem Videos versprechen Wundertaten, die mit den Gesetzen der Thermodynamik schwer in Einklang zu bringen sind. Eines dieser Zaubergeräte namens „Epicooler“ kostet knapp 140 Euro und soll in der Lage sein, ein Schlafzimmer im Spitzboden binnen 20 Minuten von 29 auf 23 Grad herabzukühlen. Bei der Recherche nach den wahren Herstellern der Geräte auf der Großhandelsplattform Alibaba fällt auf, dass es sich bei Epicooler offenbar nicht um ein Klimagerät, sondern um einen Heizlüfter mit 1800 Watt Leistung handelt. Angesichts des Großhandelspreises von 12 Euro ist dies ein lukratives Sommergeschäft: Wie Geschäftemacher an Fake-Klimaanlagen verdienen.
Es gibt Konsolen, die erfolgreich waren. Konsolen, die technisch beeindruckten. Und Konsolen, die ganze Generationen geprägt haben. Das N64 war all das und noch viel mehr. Genau 30 Jahre nach seinem Erscheinen steht Nintendos grauer Kasten nach wie vor für einen wichtigen Wendepunkt – nämlich den Moment, in dem Videospiele lernten, sich frei im Raum zu bewegen. Die Ära zweidimensionaler Sprites war vorüber, die Zukunft gehörte texturierten Polygonen und dreidimensionalen Welten. Auch Sonys Playstation setzte nicht mehr auf aufwendig gepixelte Sprites, sondern konzentrierte sich auf eindrucksvoll inszenierte 3D-Welten. Das Problem war nur: Niemand wusste so richtig, wie man darin eigentlich spielen soll. Doch das änderte sich 1996 mit Nintendo 64, schreibt Missing Link: 30 Jahre N64 – Nintendos 3D-Wunderkiste.
30 Jahre N64 (15 Bilder)

Paul Kautz
)Nicht durch ein Dekret von Präsident Trump, sondern per Brief von Handelsminister Howard Lutnick kann Anthropic sein KI-Modell Claude Mythos wieder anbieten. Dies berichten mehrere US-Medien unabhängig voneinander, nachdem sie Einblick in das Schreiben erhalten hatten. So zitiert CNBC den Minister aus dem Brief: „Ich habe festgestellt, dass geeignete Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um bestimmten vertrauenswürdigen Partnern den Zugriff auf das Claude Mythos 5 Modell zu ermöglichen.“ Im Original schreibt Lutnick hier von „Safeguards“, also einer Art Leitplanken, die es KI-Modellen verbieten sollen, gefährliche Aufgaben nach einem Jailbreak zu erledigen. Das Modell Fable 5, das eine entschärfte Version von Mythos sein soll, bleibt vorerst aber gesperrt: US-Regierung hebt Sperre von Claude Mythos per Brief auf.
Auch noch wichtig:
- Nach Jahren der Abschottung liefert das Innenministerium wieder eine Zahl zu den umstrittenen Ortungs-SMS. Der Einsatz von „Stealth Pings“ ist eingebrochen bei der heimlichen Überwachung: Regierung bricht ihr Schweigen bei stillen SMS.
- Der Einsatz von KI verändert den Arbeitsmarkt. Der Chef der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur warnt allerdings vor Panikmache. Denn laut Arbeitsagentur haben Jobs in der IT-Branche Zukunft.
- In der Nacht zum Mittwoch standen alle Züge der Deutschen Bahn still – weil ein Switch getauscht wurde, wie das Unternehmen jetzt sagt. Deshalb gibt es nach dem Bahnausfall Wartungsarbeiten künftig nur von 0 bis 4 Uhr.
- VKontakte, Max und weitere Apps sind für iOS-Nutzer nicht mehr verfügbar. Der Kreml rät seinen Bürgern zum Betriebssystem-Wechsel: Apple blockt russische Messenger – Russland rät Bürgern zu Android.
- Ein Gutachten des Ex-Verfassungsrichters Di Fabio belastet die geplante Investitionsverpflichtung von Streamingdiensten schwer. Er hält dies für verfassungswidrig: Scharfe Kritik an geplanter Streaming-Abgabe.
- OpenAI veröffentlicht GPT-5.6. Laut dem Hersteller übertreffen seine neuen KI-Modelle die Konkurrenz von Anthropic und verbrauchen weniger Token: OpenAI verspricht mit GPT-5.6 mehr Leistung bei weniger Token-Verbrauch.
- Eigentlich hatten sich die USA und die EU auf ein Zollabkommen geeinigt. Doch Präsident Trump droht bereits mit neuen Abgaben. Die EU bleibt hart gegenüber Trump: Wenn Digitalsteuer, dann 100 Prozent höhere Zölle.
- Nachdem 1996 der erste echte 3D-Shooter erschien, verließen zahlreiche Entwickler id Software. Einer der letzten Streits von damals ist nun beigelegt: „Sorry, Sandy“ – John Carmack bedauert das Ende des „Quake”-Teams.
- Die amerikanische Regierung bestimmt nun mit, wer Zugang zu neuen KI-Modellen bekommt. Ein Auslöser ist Angst vor Missbrauch für Cyberattacken: US-Regierung lässt Zugang zu neuer KI von OpenAI beschränken.
- Wie kommt man am Besten an seine Dateien auf dem NAS? SMB/AFS/NFS/Webdav, Nextcloud, Syncthing, Qsync? Tipps und Ideen aus der c’t-Redaktion bringt der Podcast c’t uplink: Wie ihr euer NAS am besten für Datei-Sharing nutzt.
(fds)



