Wie günstig kann KI-Output noch werden? China: Ja!
MiniMax hat mit M3.1 Flash ein neues Reasoning-Modell vorgestellt, das laut Artificial Analysis 42 Punkte im Intelligence Index erreicht. Das sind 13 Punkte mehr als der Vorgänger M3 bei weniger als der Hälfte der Kosten pro Aufgabe. Das Modell liegt damit gleichauf mit GLM-5.3-Flash, knapp vor Gemini 3.8 Flash (41) und hinter DeepSeek V4.1 Flash 1017 (45).
Besonders beim komplexen Reasoning hat sich M3.1 Flash verbessert: Im Test "Humanity's Last Exam" erreicht es 48 Prozent und übertrifft damit Deepseek und GLM. Auch im CritPt-Benchmark, der physikalisches Reasoning auf Forschungsniveau mit 71 komplexen Aufgaben testet, liegt es mit 22 Prozent vor GLM-5.3-Flash (15 %) und Gemini 3.8 Flash (18 %), nur knapp hinter Deepseek (24 %). Bei der Faktentreue im AA-Omniscience-Test beantwortet M3.1 Flash 56 Prozent der Fragen korrekt, deutlich mehr als GLM-5.3-Flash (28 %) und Deepseek (43 %).
Gleichzeitig benötigt es deutlich weniger Output-Tokens als die Konkurrenz, was die Kosten auf rund 0,22 Dollar pro Aufgabe senkt. Laut MiniMax ist das Modell zudem dreimal schneller als M3. Ein Schwachpunkt bleibt die hohe Halluzinationsrate von 93 Prozent, da das Modell versucht, alle Testfragen zu beantworten, anstatt bei Unsicherheit die Antwort zu verweigern.
Großer Sprung nach vorn: Im Intelligence Index von Artificial Analysis verbessert sich MiniMax-M3.1-Flash im Vergleich zum Vorgänger M3 von 29 auf 42 Punkte bei gleichzeitig deutlich geringeren Kosten pro Aufgabe. | Bild: AADas Modell verarbeitet bis zu eine Million Tokens Kontext und nimmt Text sowie Bilder entgegen. Die API-Preise liegen bei 0,15 bzw. 0,60 Dollar pro Million Input- und Output-Tokens, gecachte Eingaben kosten 0,015 Dollar pro Million Tokens. MiniMax kündigte an, die Modellgewichte am 23. Oktober als Open Weights zu veröffentlichen. Die API ist über platform.minimax.io verfügbar, zusätzlich bietet MiniMax eine Desktop-App namens MiniMax Code an.
Hohe Effizienz im Coding-Benchmark: Im DeepSWE v1.1 erreicht MiniMax-M3.1-Flash einen Score von bis zu 73,7 Prozent bei Kosten von unter 0,30 US-Dollar pro Aufgabe. | Bild: MinimaxDeepseek und Minimax: Nächster Preisdoppelschlag aus China
Im direkten Vergleich mit dem kürzlich veröffentlichten Deepseek V4.1 Flash 1017 zeigt sich ein gemischtes Bild: Im Intelligence Index liegt Deepseek mit 45 Punkten vor MiniMax M3.1 Flash (42). Auch im CritPt-Benchmark hat Deepseek mit 24 Prozent knapp die Nase vorn (MiniMax: 22 %).
Beim komplexen Reasoning im "Humanity's Last Exam" dreht sich das Bild: MiniMax erreicht 48 Prozent, Deepseek nur 43 Prozent. Bei der Faktentreue im AA-Omniscience-Test liegt MiniMax mit 56 Prozent korrekten Antworten deutlich vor Deepseek (43 %). Auch beim Preis pro Aufgabe ist MiniMax mit 0,22 Dollar etwas günstiger als Deepseek (0,26 Dollar), da es weniger Output-Tokens benötigt – rund 189 Millionen gegenüber 224 Millionen bei Deepseek.
Beide Modelle sind als Open Weights verfügbar: Deepseek bereits jetzt auf Hugging Face, MiniMax ab dem 23. Oktober.
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