Midjourney gibt eine frühe Version seines neuen V8-Modells zum Community-Test frei. Die Bildgenerierung soll deutlich schneller und detaillierter sein, doch einige Features kosten das Vierfache.
Midjourney hat eine frühe Version seines V8-Modells auf der Alpha-Website zum Testen freigegeben. Das Unternehmen ruft die Community explizit dazu auf, das Modell zu erkunden und Feedback zu liefern. Laut der Ankündigung handelt es sich um ein grundlegend neues Modell mit eigenen Stärken und Schwächen, das möglicherweise gänzlich neue Prompting-Stile erfordert.
Die Bildgenerierung soll laut Midjourney rund fünfmal schneller ablaufen als bisher. Dazu kommen ein neuer --hd Modus, der Bilder nativ in 2K-Auflösung rendert, sowie ein --q 4 Modus für zusätzliche Bildkohärenz. V8 unterstützt zum Start mehrere Seitenverhältnisse und Parameter wie --chaos, --weird, --exp und --raw. Bestehende V7-Personalisierungsprofile, Moodboards und Style References (srefs) sollen rückwärtskompatibel funktionieren.
V8 soll laut Midjourney deutlich besser darin sein, detaillierten Anweisungen zu folgen. Das Verständnis individueller Ästhetik durch Personalisierung, Style References und Moodboards sei ebenfalls spürbar verbessert, die generierten Bilder kohärenter und detailreicher. Auch das Textrendering, also die Darstellung von Text innerhalb generierter Bilder, funktioniere zuverlässiger als in früheren Versionen, sofern der gewünschte Text im Prompt in Anführungszeichen gesetzt werde.
Als weiter Diffusion-basiertes Modell hängt Midjourney bei der Prompt-Präzision den autoregressiven Modellen in einem ersten Test jedoch hinterher. Den komplexen Astronauten-Prompt setzt Midjourney deutlich schlechter um als Googles Nano Banana und GPT-Image 1.5. Insbesondere das abstrakte Konzept – Pferd reitet auf Astronaut, und nicht andersherum – bekommt Midjourney nicht hin. Auch die mittelbare Konkurrenz von Flux löst die Aufgabe besser.
A hyper-realistic DSLR photo. A monkey holding a pink banana is sitting on a tiger in the foreground. In the background, a HORSE is RIDING AN ASTRONAUT. The astronaut is underneath like a living “spacesuit horse saddle,” and the HORSE is clearly on top, in control, as the rider. Make it 100% unambiguous: the HORSE is the rider and the ASTRONAUT is being ridden, NOT the other way around. High-resolution, sharp focus, realistic lighting.
MJV8 Drafts
NBPro prompted by THE DECODER / Bestes Bild aus zwei GenerierungenLaut Midjourney ist die Standard-Ästhetik von V8 bisher nicht fertig. Für Nutzer, die einen fotorealistischen oder kontrollierteren Look anstreben, empfiehlt das Unternehmen, direkt den --raw Modus zu verwenden oder auf Moodboards und Style References zurückzugreifen. Wer die Personalisierung hochdrehe, etwa auf --stylize 1000, könne das Modell derzeit am besten ausreizen. Generell soll V8 vor allem dann glänzen, wenn Nutzer die Stilisierungssysteme intensiv einsetzen und längere, spezifischere Prompts formulieren.
Höhere Kosten für Premium-Features, kein Relax-Modus
Die Preisstruktur von V8 dürfte für manche Nutzer ein Dämpfer sein. Jobs mit --hd, --q 4, Style References oder Moodboards sind laut Midjourney derzeit viermal langsamer als reguläre Jobs und kosten entsprechend das Vierfache. Der bei vielen Nutzern beliebte Relax-Modus, der langsamere aber kostenlose Generierungen ermöglicht, wird zum Start nicht unterstützt. Midjourney arbeite nach eigenen Angaben an einem neuen Server-Cluster für Relax sowie an günstigeren Render-Modi.
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