Meta will überschüssige KI-Rechenkapazität als Cloud-Geschäft an externe Kunden verkaufen

2 months ago 18

Meta macht ein xAI: Anstatt mit der massiv eingekauften KI-Rechenleistung eigene, lukrative KI-Modelle zu trainieren, will Meta überschüssige Rechenkapazität an externe Kunden verkaufen. Das Unternehmen baut laut Bloomberg ein eigenes Cloud-Geschäft auf. Meta erwägt dabei auch, Zugang zu KI-Modellen auf der eigenen Infrastruktur anzubieten. Die Aktie stieg nach der Nachricht um rund 10 Prozent. Das Vorbild ist wohl Elon Musks SpaceX, das bereits Deals mit Anthropic (1,25 Milliarden Dollar pro Monat) und Google (920 Millionen Dollar pro Monat) abgeschlossen hat.

Meta gehört zu den eifrigsten Käufern von Nvidia-GPUs und hat, angeblich wegen der enormen Investitionen in KI-Infrastruktur, zahlreiche Angestellte entlassen. Allein in diesem Jahr plant das Unternehmen bis zu 145 Milliarden Dollar an Investitionen in KI-Infrastruktur.

Dass die verfügbare Rechenleistung jetzt über Weiterverkauf monetarisiert werden soll, ergibt wirtschaftlich Sinn, wirft aber Fragen auf: Wenn Meta Kapazitäten übrig hat, ist der eigentliche Anschaffungsgrund – die Entwicklung leistungsfähiger eigener KI-Modelle – offenbar kein ausreichend großer Faktor. Metas erstes Modell unter der Leitung des von Scale AI abgeworbenen Alexandr Wang, Muse Spark, positionierte das Unternehmen im April als "solides Fundament".

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