Meta plant neuen KI-Anhänger und erweitert sein Smart-Glasses-Sortiment

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Meta möchte im kommenden Jahr ein KI-Pendant intern testen und seine Palette an KI-Brillen ausbauen.

Das geht aus einem internen Memo von Alex Himel hervor, Metas Vizepräsident für Wearables, das The Information einsehen konnte. Die Strategie soll die massiven Verluste der Hardware-Sparte Reality Labs eindämmen und gleichzeitig die Nutzung von Metas KI-Modellen und -Produkten vorantreiben.

Himel beschreibt in dem Memo drei Säulen: ein neues KI-Pendant, eine erweiterte Brillen-Produktpalette und einen Geschäftskundendienst namens "Wearables for Work". Letzterer zielt auf Unternehmenskunden ab, die eine höhere Zahlungsbereitschaft für Geräte mit branchenspezifischen Funktionen zeigen würden.

Die Geräte sollen von Metas neuestem KI-Modell Muse Spark und einem noch unveröffentlichten KI-Agenten namens "Hatch" angetrieben werden.

KI-Pendant soll ab Frühjahr 2027 intern getestet werden

Die Spezifikationen des geplanten KI-Pendants sind laut The Information im Memo nicht enthalten, das Gerät könnte aber eine Kamera besitzen. Das interne Testing, im Branchenjargon "Dogfooding" genannt, soll im Frühjahr 2027 beginnen. Meta hat im vergangenen Jahr bereits das KI-Pendant-Startup Limitless übernommen.

Neben dem Pendant weitet Meta sein Brillen-Sortiment aus, auch mit sogenannten "Supersensing"-Brillen. Bislang beschränkte sich das Angebot auf die Ray-Ban Meta und Oakley Meta in Partnerschaft mit EssilorLuxottica. Nun sollen weitere Marken und Stile folgen, um eine breitere Zielgruppe anzusprechen und die Bruttomarge zu verbessern. EssilorLuxottica meldete im Februar, dass 2025 mehr als 7 Millionen Smart Glasses mit Meta verkauft wurden.

Laut Zuckerberg hat sich die tägliche Nutzung der KI-Brillen im Jahresvergleich verdreifacht. Es handele sich um eine der am schnellsten wachsenden Kategorien der Unterhaltungselektronik überhaupt. Himel setzt als Ziel zehn Millionen verkaufte Wearable-Geräte in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Software-Abos sollen Hardware-Geschäft absichern

Bis Jahresende sollen 6,8 Millionen monatlich aktive Wearable-Nutzer erreicht werden. Der Hebel dafür sind laut Himel neue Produkte und der Vertrieb in weiteren Ländern.

Neben der Hardware will Meta auch die Software monetarisieren. Der Konzern hat diese Woche ein zweistufiges Abo-Modell für seinen KI-Chatbot Meta AI eingeführt, das über Facebook, Instagram, WhatsApp und perspektivisch für KI-Brillen verfügbar ist. Meta One Plus (7,99 Dollar) und Meta One Premium (19,99 Dollar) folgen dem Muster von OpenAI und Google, wonach Nutzer für mehr Rechenleistung, längeres Nachdenken des Modells und mehr Bild- und Videogenerierung zahlen.

Ergänzend plant Meta eine Entwicklerplattform, über die Drittanbieter Apps für die Wearables hochladen können.

Der Social-Media-Konzern steht mit seinen KI-Hardware-Plänen nicht allein: OpenAI hat das von Ex-Apple-Designer Jony Ive mitgegründete Startup io Products für 6,5 Milliarden Dollar übernommen und beschäftigt angeblich mehr als 200 Mitarbeitende an einer Familie von KI-Geräten, darunter ein Smart Speaker im Preisbereich von 200 bis 300 Dollar und womöglich ein Smartphone. Auch Google hat für den Herbst Smart Glasses in Partnerschaft mit Samsung angekündigt.

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