Meta entwickelt KI-Version von Mark Zuckerberg

3 hours ago 1

Meta-CEO Mark Zuckerberg könnte bald eine KI-Version von sich selbst haben, die anstelle von ihm mit Mitarbeitern interagieren kann. Laut einem Bericht der Financial Times arbeitet der US-Konzern an der Entwicklung fotorealistischer, KI-gestützter 3D-Charaktere, mit denen Nutzer in Echtzeit interagieren können. Das Blatt beruft sich dabei auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Das Unternehmen habe demnach kürzlich damit begonnen, einem KI-Avatar von Zuckerberg Priorität einzuräumen und trainiert ihn auf dessen Manierismen, Tonfall und öffentlich zugängliche Aussagen sowie auf Zuckerbergs aktuelle Überlegungen zu Unternehmensstrategien, „damit sich die Mitarbeiter durch die Interaktion mit ihm stärker mit dem Gründer verbunden fühlen“. Laut einer der Quellen ist der Meta-Chef persönlich in das Training und Testen seiner animierten KI involviert. Das Projekt befinde sich aber noch in einem frühen Stadium.

Im März hatte das Wall Street Journal enthüllt, dass Zuckerberg einen KI-Agenten von sich selbst entwickelt, der ihn als CEO unterstützen soll. Dieses Projekt ist jedoch laut Financial Times unabhängig von Metas Arbeit an einem KI-Avatar des CEOs, der Mitarbeitern Konversationen und Feedback bieten soll.

Die Entwicklung KI-gestützter 3D-Charaktere ist laut Financial Times Teil einer umfassenderen Initiative, den Meta-Konzern mithilfe von KI neu auszurichten. Das Unternehmen investiert Milliardensummen in den Ausbau seiner KI-Kapazitäten. Anfang April wurde bekannt, dass Meta von CoreWeave KI-Cloud-Kapazität im Wert 21 Milliarden US-Dollar über sechs Jahre erwirbt. Einen Tag zuvor präsentierte Meta sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark, das erste Modell der neu aufgebauten KI-Abteilung Meta Superintelligence Labs. Die ist der zentrale Baustein von Metas Vorhaben, eine „persönliche Superintelligenz“ zu entwickeln.

Wie Financial Times mit Verweis auf Insider berichtet, engagiert sich Zuckerberg zunehmend aktiv in Metas KI-Offensive. Er verbringt demnach fünf bis zehn Stunden pro Woche mit dem Programmieren verschiedener KI-Projekte im Unternehmen und nimmt an technischen Überprüfungen teil.

Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat Metas Superintelligence Labs eine neue Reihe von KI-Charakteren entwickelt. Das Unternehmen konzentriere sich, schreibt die Financial Times, unter anderem auf die Erstellung fotorealistischer Darstellungen virtueller KI-Charaktere. Die Skalierung des Projekts gestalte sich jedoch schwierig, da die Umsetzung und die Vermeidung von Verzögerungen bei der Interaktion mit Usern viel Rechenleistung benötigen.

Zudem arbeite Meta an der Verbesserung der Sprachinteraktion mit den KI-Charakteren. Im vergangenen Jahr übernahm der Konzern die beiden KI-Start-ups PlayAI, das daran arbeitet, möglichst natürlich klingende Stimmen für KI-Sprach-Agenten zu generieren, und WaveForms, das versucht, emotional resonante Gespräche zwischen Mensch und Maschine zu ermöglichen.

(akn)

Read Entire Article