Mastodon plant „Packs“: Nutzerempfehlungen leicht gemacht

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Die Timeline bei Mastodon funktioniert anders als bei den großen Social-Media-Plattformen. Keine Algorithmen, die einem ständig neue Inhalte vor die Nase halten, sondern eine chronologische Anzeige der Beiträge von Accounts, denen man selbst folgt. Das ist einerseits super, kann aber gerade für Neulinge frustrierend sein – schließlich muss man erst einmal interessante Accounts finden. Bluesky hat dafür 2024 eine clevere Lösung entwickelt: „Starter Packs“. Damit können Nutzer eigene Sammlungen empfehlenswerter Accounts erstellen und mit anderen teilen. Diese Idee möchte Mastodon jetzt aufgreifen und für das Fediverse weiterentwickeln. Aktuell läuft das Projekt unter dem Arbeitstitel „Packs“.

Bei der Umsetzung legt Mastodon laut eigener Aussagen besonderen Wert auf die Privatsphäre der Nutzer. Wer nicht in solchen Packs auftauchen möchte, kann das in den Einstellungen deaktivieren. Außerdem werden Nutzer benachrichtigt, wenn sie in einem Pack landen und können sich bei Bedarf daraus entfernen lassen. Das kennt man bereits von der Quote-Posts-Funktion. Die technische Umsetzung im Fediverse ist allerdings knifflig. Schließlich sollen die Packs auch serverübergreifend funktionieren – egal ob jemand Mastodon, Pleroma oder eine andere ActivityPub-Software nutzt. Dafür arbeitet das Team gerade an einem Fediverse Enhancement Proposal (FEP), das die technischen Standards festlegt. Die ersten Packs sollen mit Mastodon 4.6 an den Start gehen. Davor steht aber noch Version 4.5 in den Startlöchern.

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