
EU or European Union flag design with yellow stars on blue background
Der Linktipp zum Wochenende: Die Europäische Kommission hat ihr Portfolio an digitalen Werkzeugen mittlerweile erweitert und bietet eine ganze Palette an KI-basierten Sprachtools an. Das Angebot geht mittlerweile weit über den reinen Übersetzungsdienst eTranslation hinaus, der bereits seit einiger Zeit für sichere, neuronale maschinelle Übersetzungen genutzt wird. Die Zielgruppe: Zugriff erhalten öffentliche Verwaltungen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Hochschulen, NGOs sowie Projekte im Rahmen des Programms „Digitales Europa“. Privatpersonen fallen hier also leidergrößtenteils raus, sofern sie nicht zu den genannten Gruppen gehören.
Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Anbietern werden die eingegebenen Daten laut Kommission strikt nach EU-Datenschutzregeln behandelt und nicht zum Training kommerzieller KI-Modelle verwendet. Das dürfte für viele Unternehmen und Behörden das entscheidende Argument sein. Ein EU-Login-Konto ist für den Zugriff allerdings Pflicht.
Das Werkzeugkasten ist recht umfangreich gefüllt. Neben eTranslation zur Übersetzung von Texten und Dokumenten gibt es eReporting und eBriefing. Diese Tools helfen dabei, Berichte aus hochgeladenen Dokumenten zu generieren oder Hintergrundpapiere mit den wichtigsten Kernaussagen zu erstellen. Wer oft auf komplexe Anfragen reagieren muss, kann eReply nutzen, um Antwortvorschläge und Analysen des Ursprungsdokuments zu erhalten. Auch das schnelle Zusammenfassen von langen Texten wird durch eSummary abgedeckt.
Für die Aufbereitung von Inhalten stehen WebText und „Accessible Text“ bereit. Ersteres optimiert Texte für Webseiten, Letzteres formuliert Inhalte in leicht verständliche Sprache um, wobei diese Funktion momentan auf Englisch, Französisch und Deutsch beschränkt ist. Für die Social-Media-Arbeit lassen sich mit „Multilingual Post“ kurze Beiträge in mehreren Sprachen gleichzeitig erstellen. Auch Speech-to-Text für Transkriptionen von Audio- oder Videodateien ist an Bord.
Für Entwickler steht eine API zur Verfügung, um die Dienste in eigene Systeme zu integrieren. Webseitenbetreiber können zudem auf das Web-T-Plugin zurückgreifen, um ihre Seite mehrsprachig anzubieten. Wer also in den genannten Sektoren tätig ist und eine datenschutzfreundliche, kostenlose Alternative zu Google Translate, DeepL und Co. sucht, findet die Tools im zentralen Portal der Kommission.
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