EUVD-2025-209440 / CVE-2025-8095 Unsichere Verschlüsselung bei OpenEdge ermöglicht Cyberangriffe
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Progress warnt dass mit OECH1-kodierte Anmeldedaten in OpenEdge als kompromittiert gelten und Cyberkriminelle sich Zugriff verschaffen könnten. Die Verschlüsselungsmethode wurde ausgetauscht, patchen müssen die Nutzer dennoch.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Eine kryptographisch schwache Verschlüsselungsmethode in der OpenEdge-Plattform von Progress Software stellt eine erhebliche Sicherheitslücke dar, die Nutzer dringend schließen sollten, um zu verhindern, dass Cyberangreifer ihre Daten entschlüsseln.
Verschlüsselung ist nicht mehr geeignet
OpenEdge ist eine Anwendungsentwicklungsplattform mit integrierter Datenbank, die es Entwicklern ermöglicht, Geschäftsanwendungen schnell zu entwickeln und auf verschiedenen Plattformen, Geräten und in der Cloud bereitzustellen. Betroffen von der Schwachstelle EUVD2025-209440 / CVE-2025-8095 (CVSS-Score 9.1, EPSS-Score 0.02) ist die OECH1-Verschlüsselung, die der Verschleierung von Werten in OpenEdge dient.
Der Hersteller beschreibt das Problem als „unbeabsichtigte Verwendung von OECH1 zum Schutz von Passwörtern/Geheimnissen“. Progress warnt, dass OECH1-kodierte Werte, auch Anmeldedaten, als kompromittiert angesehen werden müssen. Die Kodierungs- und Dekodierungsfunktionen für OECH1 könnten von unbefugten Dritten aufgerufen werden. Auch das erneute Kodieren älterer OECH1-Werte ohne Änderung des zugrunde liegenden Geheimnisses mindere das Risiko nicht. Selbst wenn Angreifer ältere OECH1-kodierte Werte erlangen, könnten sie aktualisierte Bereitstellungen weiterhin ausnutzen. Kunden sollten folgende Schutzmaßnahmen umgehend umsetzen:
- Installieren Sie eine der sicheren Versionen (siehe unten).
- Ändern Sie alle administrativen und Integrationszugangsdaten.
- Sichern Sie alle OpenEdge-Installationen, Datenbanken und Konfigurationsdateien.
- Entfernen Sie jegliche OECH1-Nutzung vor der Produktivsetzung.
„Bisher liegen uns keine Berichte über die Ausnutzung dieser Sicherheitslücke vor, und es sind uns keine direkten Auswirkungen auf den Betrieb unserer Kunden bekannt“, heißt es in der Meldung von Progress. Der Hersteller hat OECH1 durch einen stärkeren Verschleierungsalgorithmus ersetzt und seine Code-Kontrollen verbessert. Weil die OECH1-Kodierung dauerhaft entfernt wurde, sind die Änderungen nicht abwärtskompatibel. Kunden sollten ihre Migrationsaktivitäten daher sorgfältig planen, um die Systemverfügbarkeit zu gewährleisten.
* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der entsprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.
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