Der KI-Videogenerator Kling AI hat Version 4.0 veröffentlicht. Das Update soll mit höherer Auflösung, präziserer Steuerung und einer schnellen Flash-Variante die Lücke zur professionellen Videoproduktion schließen.
Zu den wichtigsten verfügbaren Neuerungen gehört die Videogenerierung von bis zu 30 Sekunden in einem Durchgang. Nutzer können bis zu zehn Keyframe-Bilder als Eingabe verwenden, um Szenenübergänge, Charakterzustände und Handlungsmomente gezielt festzulegen. Das Prompt-Verständnis wurde auf 8.000 Token erweitert.
Das erweiterte "Omni Reference"-System erlaubt laut Kling AI bis zu 15 Referenz-Assets in einer einzigen Generierung: bis zu 10 Bilder, 5 Videos mit maximal 30 Sekunden Gesamtdauer und 7 Elemente. Als Referenzen dienen unter anderem Storyboards, Wireframes, Bildgitter, White-Model-Videos und Depth-Map-Videos.
Eine "Creative Recreation"-Funktion soll es ermöglichen, bestehende Videos als Vorlage zu nutzen und dabei Produkte oder Charaktere auszutauschen. Einzelne Elemente wie Mimik, Körperbewegungen, Kameraposition oder Hintergrund lassen sich laut Hersteller gezielt nachbearbeiten, ohne das restliche Video zu verändern.
Das folgende Video zeigt Kling 4.0 im Vergleich zu den Videomodellen Wan 3.0 und Seedance 2.5, allesamt von chinesischen Anbietern. Kling 4.0 kann hier mithalten, liegt aber keineswegs vorn, gerade bei der Logik der Bildabfolge, der Physik und der Natürlichkeit bei Dialogen. Womöglich ein Anzeichen für eine leichte Verlangsamung der zuletzt extrem schnellen Entwicklung bei Videomodellen.
Verbesserte Audio- und Sprachfähigkeiten
Kling 4.0 bietet Zweikanal-Stereo-Audio und eine verbesserte Lippensynchronisation. Das Modell unterstützt über zehn Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Japanisch, Koreanisch und Spanisch, sowie verschiedene Dialekte und Akzente. Auch die Textgenerierung im Video funktioniert laut Kling AI nun mehrsprachig und bleibt bei Kamerabewegungen stabil.
Parallel zum Hauptmodell stellt Kling AI eine Flash-Variante vor. Kling 4.0 Flash ist auf schnellere Generierung bei niedrigeren Kosten ausgelegt, beschränkt sich aber auf 720p‑Auflösung und maximal 20 Sekunden Videolänge. Außerdem wurde die Erstellungsoberfläche überarbeitet, und Kling 4.0 ist über MCP und CLI nutzbar, was automatisierte Workflows über Agenten ermöglicht. Preise für die Kling-4.0-API nennt der Hersteller noch nicht, Unterstützung soll ebenfalls "bald" kommen.
Zwei beworbene Features sind noch nicht freigeschaltet: die 10‑Bit-HDR-Ausgabe bei 4K und 1080p sowie eine Video-Extension-Funktion, mit der sich Clips auf bis zu zwei Minuten verlängern lassen sollen. Beides kündigt Kling AI als "coming soon" an.
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