KI-Reallabor: Hessen geht mit Bundesnetzagentur und Datenschutzbeauftragten neue Wege

8 months ago 8

Foto von Taylor Vick auf Unsplash

In Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz immer mehr an Bedeutung gewinnt, startet Hessen ein Pilotprojekt. Das Digitalministerium, die Bundesnetzagentur und die Bundesdatenschutzbeauftragte haben sich zusammengetan, um eines der ersten KI-Reallabore in Deutschland auf die Beine zu stellen. Mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent wurde gestern der Grundstein für dieses zukunftsweisende Projekt gelegt.

Unternehmen bekommen so die Möglichkeit, ihre KI-Systeme in einer kontrollierten Umgebung zu entwickeln und zu testen, bevor sie den Schritt in den realen Markt wagen. Die Simulation orientiert sich dabei an den Vorgaben der europäischen KI-Verordnung, die seit August 2024 in Kraft ist. Bis Ende 2025 sollen die ersten Ergebnisse vorliegen, so die Meldung.

Die hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus sieht in dem Projekt eine Chance, das KI-Ökosystem in Hessen weiter zu stärken. Dabei geht es nicht nur um die Beschleunigung von Innovationsprozessen, sondern auch um die Schaffung von Rechtssicherheit für Unternehmen.

Das Projekt bündelt laut der Verantwortlichen verschiedene Expertisen: Die Bundesnetzagentur und die Datenschutzbeauftragte bringen ihr Wissen zur KI-Verordnung und Datenschutz-Grundverordnung ein. Hessen steuert die Infrastruktur und Fachkompetenz seiner KI-Einrichtungen bei, darunter das KI-Innovationslabor hessian.AI, die AI Quality & Testing Hub GmbH und das Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung. Das Hessische Justizministerium unterstützt bei der Einhaltung der KI-Verordnung.

Das Ganze bleibt natürlich nicht nur den Hessen vorbehalten. Vielmehr ist geplant, das Wissen auch anderen Bundesländern und öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Damit könnte das hessische Pilotprojekt zum Vorbild für weitere KI-Reallabore in Deutschland werden.

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