OpenAI lockt Kunden von Anthropic mit hohen Rabatten. Firmen wie Rippling, Replit und DataCamp verlagern ihre KI-Ausgaben zunehmend zu OpenAI, berichtet The Information. Rippling-CEO Parker Conrad sagte, sein Unternehmen habe den Anteil von OpenAI-Modellen bei der Programmierarbeit von 16 auf 52 Prozent erhöht, während Anthropic von 57 auf 18 Prozent fiel.
Replit wechselte nach einem OpenAI-Rabatt von über 30 Prozent bei einem Vertrag über mehr als 100 Millionen Dollar jährlich. DataCamp-CEO Jonathan Cornelissen spricht von 80 bis 90 Prozent Kostensenkung durch OpenAI-Angebote. Eine US-Bank mit mehr als 7 Milliarden Dollar Vermögen erhielt ihre ChatGPT-Zugänge verdoppelt auf 500 Mitarbeiter ohne Aufpreis – unter 7 Dollar pro Nutzer statt der üblichen über 20 Dollar.
OpenAIs Strategie zeigt offenbar Wirkung: Anthropics Wachstum verlangsamte sich vom zweiten auf das dritte Quartal, das geht aus einem Investormemo hervor. OpenAI erkauft sich Marktanteile teils auf Kosten seiner Margen, konnte zuletzt aber auch mit der Sol- und Luna-Serie starke Preisreduzierungen erzielen, ohne an Leistung zu verlieren – angeblich dank effizienterer Modelle und Infrastruktur. Zusätzlich entsteht für beide Unternehmen massiver Preisdruck aus China, zuletzt durch neue Modelle von Deepseek und Kimi, die bei vergleichbarer Leistung einen Bruchteil der Kosten verursachen.
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