KI-Oma Hilde: Nach diesen Betrugsmaschen fragen die Menschen am häufigsten

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O2 Telefónica bietet in Großbritannien mit der KI-Oma Daisy ein Tool an, das Scammer am Telefon zuquasseln und so davon abhalten kann, mit potenziellen, menschlichen Opfern zu telefonieren. Scambaiting also. In Deutschland prüfte man zwar auch den Einsatz, ich vermute aber mal, dass es rechtliche Hürden gegeben hat. Stattdessen führte man bei uns die KI-Oma Hilde ein. Die textet jedoch nicht Cyberkriminelle zu, sondern fungiert mehr als eine Art interaktive Wissensdatenbank, um Menschen Fragen zu Betrugsmaschen zu beantworten.

Laut einer Meldung von O2 Telefónica finden im Durchschnitt täglich 33 Gespräche mit der KI-Oma Hilde statt. Rund ein Viertel der Gespräche dreht sich um Betrugsmaschen per SMS. Anschließend folgen als Themen Banking- und Konto-Betrug. In den ersten 100 Tagen seit dem Start haben damit mehr als 3.000 Verbraucher Gespräche mit Oma Hilde geführt. O2 Telefónica feiert das als Erfolg, ich würde aber sagen, das fällt eher unter das Motto: „War da was?“

Typische Fragen sind laut dem Unternehmen: „Ich habe eine SMS von einem Paketdienst bekommen. Ist das echt?“ oder „Ein angeblicher Bankmitarbeiter hat mich angerufen. Was soll ich tun?“. Klingt für mich ein wenig so, als wären die Fragesteller auch eher gehobenen Alters. Die anonymisierte Auswertung der Gespräche zeigt die Top 5 Betrugsmaschen:

  • 24,4 % Smishing: Betrugs-SMS und verdächtige Links
  • 23,7 % Banking- und Konto-Betrug
  • 18,9 % Phishing per E-Mail
  • 14,2 % Fake-Anrufe und Callcenter-Betrug
  • 18,8 % Identitätsdiebstahl und sonstige Bedrohungen

Die KI-Oma Hilde ergänzt den O2-Onlineschutz Plus, ein 3-in-1-Sicherheitspaket gegen digitale Bedrohungen. Das ist allerdings nur in den ersten 30 Tagen kostenlos, danach will der Telekommunikationsanbieter 5 Euro pro Monat für diese Dienstleistung haben. Da gibt es sicherlich bessere Maßnahmen. Der Dienst blockiert gefährliche Inhalte im Netz und schützt zusätzlich vor Schadsoftware und Betrugsversuchen. Der O2-Onlineschutz blockiert laut dem Unternehmen derzeit rund 20 Millionen schädliche Webseiten pro Monat und stoppt in Spitzenzeiten bis zu 15.000 Betrugsversuche pro Stunde.

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