KI-gestütztes Hacking-Tool ermöglicht massiven Datendiebstahl bei südkoreanischen Banken

4 weeks ago 24

Crowdstrike berichtet über einen Infrastrukturhack in Südkorea. Ein vermutlich chinesischsprachiger Angreifer hat Ende September bis Anfang Oktober 2026 mehrere südkoreanische Finanzorganisationen angegriffen und Daten gestohlen. Allein bei der Shinhan Bank wurden laut der koreanischen Zeitung Khan über 25.000 Datensätze mit Namen, Kontaktdaten, Einkommen und Kreditlimits entwendet. Die südkoreanische Finanzaufsicht hielt eine Notfallsitzung ab, Präsident Lee Jae Myung forderte eine gründliche Untersuchung.

Der Angreifer nutzte ARTEX, ein erst im Juli auf GitHub veröffentlichtes chinesisches Open-Source-Tool, das KI-Sprachmodelle für automatisiertes Penetration Testing einsetzt, also das maschinelle Aufspüren von Sicherheitslücken. Als KI-Modelle dienten DeepSeek v4.1-flash, GLM-5.3 und Grok 4.6. Auf offenen Verzeichnissen des Angreifers fanden sich Claude-Code-Sitzungsprotokolle, in denen er nach Telegram-Gruppen zum Verkauf gestohlener Daten suchte.

Der Fall zeigt laut Crowdstrike, wie KI-Werkzeuge es womöglich einer einzelnen Person ermöglichen, in kurzer Zeit massive Cyber-Einbrüche durchzuführen – genau die Cybersecurity-Risiken, vor denen seit Monaten gewarnt wird. Anthropic hatte erst vor wenigen Tagen dokumentiert, dass das genutzte Modell GLM-5.3 Exploits fast auf Mythos-Preview-Niveau schreiben kann, also Anthropics Frontier-Modell, das die ganze Debatte Ende März 2026 auslöste.

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