Kartellbeschwerde gegen Temu: HDE geht gegen unfaire Handelspraktiken vor

10 months ago 10

Die Bundesregierung will sich den Online-Shop Temu genauer anschauen.

Die Bundesregierung will sich den Online-Shop Temu genauer anschauen.

Der Handelsverband Deutschland nimmt den chinesischen Online-Marktplatz Temu ins Visier und reicht eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Im Zentrum der Kritik steht die aggressive Preispolitik des Unternehmens, die den angeschlossenen Händlern kaum Spielraum lässt. Temu schreibt seinen Verkaufspartnern laut HDE vor, die Preise auf maximal 85 Prozent im Vergleich zu anderen Plattformen zu begrenzen und behält sich zusätzlich das Recht vor, die endgültigen Verkaufspreise selbst festzulegen.

Die Vorwürfe wiegen schwer und gehen über die kartellrechtlichen Bedenken hinaus. Die Plattform missachtet laut Beschwerde systematisch europäische und deutsche Gesetze. Bei Preisreduzierungen fehlen beispielsweise die vorgeschriebenen Angaben zum niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage. Auch die Verwendung irreführender Countdown-Timer bei Rabattaktionen verstößt gegen geltendes Recht.

Besonders besorgniserregend seien ebenso die Ergebnisse verschiedener Testkäufe, die wiederholt Mängel bei der Produktsicherheit aufdecken. HDE-Präsident Alexander von Preen betont die Ungleichbehandlung: Während deutsche Händler erhebliche Investitionen in Umwelt- und Verbraucherschutz tätigen sowie Steuern zahlen, umgeht Temu systematisch geltende Vorschriften.

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