Jellify: Open-Source-Musikplayer für Jellyfin erhält wichtige Updates (Android / iOS)

8 months ago 8

Streaming-Fans haben es mitbekommen. Plex hat neue Apps und ist teurer geworden. Konsequenz: Viele schauen sich woanders um, beispielsweise bei Jellyfin, das wir auch seit langer Zeit thematisch begleiten. Der offene Streamer erlaubt zahlreiche Partner-Apps, über die wir gelegentlich auch berichten. So wie jetzt, der kostenlose und quelloffene Musikplayer Jellify für Jellyfin-Systeme entwickelt sich nämlich kontinuierlich weiter.

Die Cross-Platform-Anwendung, die derzeit für iOS und Android verfügbar ist (über Testflight oder als APK), hat einige Funktionserweiterungen erhalten. Besonders erwähnenswert ist die neue Offline-Funktionalität, die nun standardmäßig implementiert wurde. Dabei werden abgespielte Titel automatisch im Hintergrund zwischengespeichert und stehen später auch ohne Internetverbindung zur Verfügung. In einem kommenden Update soll diese automatische Zwischenspeicherung optional einstellbar sein.

Der Entwickler hat zudem das Backend des Players grundlegend überarbeitet. Die neue Codebasis ermöglicht nun die einfachere Integration zusätzlicher Funktionen und verfügt über automatisierte Tests. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der geplanten Shuffle-Funktion, die nicht nur zufällig Titel abspielt, sondern auch die Häufigkeit berücksichtigt, mit der bestimmte Tracks gehört werden. Dabei sollen häufig gespielte Titel gleichmäßig verteilt und Songs desselben Künstlers oder Albums intelligent gestreut werden.

Interessant sind auch die Pläne für neue Features wie „Hot Tracks“ und „Radios“, ähnlich den Funktionen von Plex. Für die Hot-Tracks-Funktion soll die bestehende ListenBrainz-Plugin-Funktionalität erweitert werden. Der Jellyfin-Server wird dabei Informationen über aktuelle Trends für Künstler oder Alben von ListenBrainz abrufen. Für die Radio-Funktion ist ein eigenes Jellify-Plugin geplant, das AcoustIDs für die Musikbibliothek nutzt und diese Information für verbesserte Instant-Mixes verwendet.

Im Mai steht eine umfangreiche Überarbeitung der Benutzeroberfläche an. Der bisher etwas verwirrende „Library“-Tab, der aktuell nur Favoriten anzeigt, wird neu gestaltet. Künftig werden alle Künstler, Alben, Tracks, Genres und Playlists in übersichtlichen Tabs dargestellt, die sich filtern und sortieren lassen. Auch der Homescreen erhält neue Schnellzugriffsfunktionen für Favoriten und heruntergeladene Inhalte.

Man plant außerdem erweiterte Wiedergabesteuerungen mit der kontextbezogenen Shuffle-Funktion, Wiederholungsoptionen für einzelne Tracks sowie eine überarbeitete Queue-Ansicht mit besserer Performance und kontextbezogenen Vorschlägen. Das Projekt, das in React Native geschrieben ist, steht weiteren Entwicklern offen, besonders gesucht sind Erfahrungen mit Swift, Kotlin oder TypeScript.

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