Die weltweiten IT-Ausgaben werden 2026 voraussichtlich auf 6,31 Billionen US-Dollar klettern – ein Plus von 13,5 Prozent gegenüber 2025. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten von Gartner in ihrer jüngsten Marktprognose und korrigieren damit ihre bisherige Vorausschau erneut nach oben.
„Die aktuelle Prognose zeigt deutlich, wie stark die Dynamik rund um KI-Infrastrukturen und moderne Speicherlösungen inzwischen ist“, kommentiert Gartner-Analyst John-David Lovelock das Marktgeschehen. Mit der wachsenden Zahl an KI-Workloads stiegen auch die Investitionen in Rechenzentren rasant. Das kurbele wiederum die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern an. Die starke Nachfrage und Lieferengpässe trieben zugleich die Preise für Speicher mit hoher Bandbreite auf Rekordniveau.
Damit avanciert das Geschäft rund um KI-Infrastruktur zum attraktivsten Wachstumssegment. Vor allem die Investitionen der Hyperscaler und KI-zentrierte Softwaresegmente dürften deutlich besser abschneiden als traditionelle Produktkategorien.
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Die Ausgaben für Rechenzentrumssysteme legen laut Prognose 2026 um 55,8 Prozent auf 788 Milliarden Dollar zu. Zum Vergleich: Anfang Februar lag der erwartete Wachstumsschub noch mehr als zwanzig Prozentpunkte niedriger. Auch die Zuwachsraten der übrigen Teilmärkte hat Gartner nach oben korrigiert – wenn auch in deutlich bescheidenerem Maße. Die Softwareausgaben sollen um 15,1 statt 14,7 Prozent zulegen, jene für IT-Dienstleistungen um 9,0 statt 8,7 Prozent.
Den Zuwachs bei PCs, Smartphones & Co. veranschlagt Gartner nun auf 8,2 Prozent und damit gut zwei Prozentpunkte höher als im Februar. Die höheren Speicherkosten treiben in diesem Segment einerseits die Durchschnittspreise und das Marktvolumen nach oben. Andererseits dämpfen sie das Wachstum im niedrigpreisigen Gerätesegment, da Kunden Neuanschaffungen hinauszögern.
(fo)



