Stand: 06.10.2026, 19:03 Uhr
Der Iran braucht nach Meinung des Militärs schnellere Raketen mit größerer Reichweite. Es soll eine Reaktion auf die nahende Gefahr der Gegner sein.
Teheran – Im Angesicht des Nahost-Krieges will das iranische Regime nachrüsten. Dabei nimmt Teheran seine Luftwaffen in den Blick. Nach den Worten von Armeesprecher Amir Akraminia muss der Iran die Reichweite und Geschwindigkeit seiner Raketen vergrößern. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars begründete er es damit, dass gegnerische Kräfte inzwischen bis zu 1000 Kilometer von der iranischen Küste entfernt operierten.

Dieser Radius deckt die wesentlichen geopolitischen Brennpunkte des Nahen Ostens, der Golfregion, des Kaukasus und Teile Zentralasiens ab. Sämtliche US-Militärstützpunkte im Golfraum liegen innerhalb dieser Distanz. Die gesamte Ost- und Zentraltürkei liegt innerhalb des Radius, einschließlich NATO-Stützpunkt Incirlik.
Iran und der Nahost-Krieg: Mittelstreckenraketen können schon jetzt Italien treffen
Zum Raketenarsenal des Irans zählen auch Mittelstreckenraketen mit Reichweiten von 1500 bis 2000 Kilometern. Diese erreichen Südost- und Mitteleuropa, also Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Teile Süditaliens.
Die Führung in Teheran beschränkt die Reichweite seiner ballistischen Raketen nach eigenen Angaben auf offiziell 2000 Kilometer. Diese Distanz deckt unter anderem das gesamte Staatsgebiet Israels ab. Jerusalem hatte gemeinsam mit den USA die Angriffe auf den Iran am 28. Februar gestartet, der anvisierte Sturz des Mullah-Regimes gelang jedoch nicht. Somit ließ sich auch der Bau von iranischen Atomwaffen nicht wie erhofft verhindern.
Vielmehr wehrte sich Teheran nach dem Tod des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei seinerseits mit Luftschlägen auf mehrere mit den USA verbündete Golf-Staaten wie Katar, Saudi-Arabien oder Bahrain. Obendrein sorgte die iranische Führung für die Blockade der Straße von Hormus, was die Lieferung von Öl und Gas deutlich erschwerte und die Preise für Kraftstoff in die Höhe springen ließ. Dies bekamen auch viele NATO-Staaten, besonders jene in Europa, zu spüren. (Quelle: Fars) (dpa, mg)



