Grok 4.1: xAIs neues Modell startet für alle Nutzer

1 month ago 3

xAI legt nach: Grok 4.1 ist freigeschaltet und steht direkt auf grok.com, in der X-Oberfläche und in den Apps für iOS und Android bereit. Im Auto-Modus läuft das neue Modell bereits an, im Modell-Auswahlmenü lässt sich Grok 4.1 auch direkt auswählen. Kein großes Tam-Tam, eher ein ruhiger Start, aber mit klarer Ansage: Mehr Alltagstauglichkeit, weniger Fehler, dazu ein Modell, das im Umgang mit Menschen runder wirken soll.

Unter der Haube bleibt es klassisch KI-schwergewichtig. xAI nutzt die gleiche Infrastruktur für Reinforcement Learning wie schon bei Grok 4 und dreht diesmal laut der Entwickler gezielt an Stellschrauben wie Stil, Persönlichkeit, Hilfsbereitschaft und Ausrichtung des Modells. Um diese eher schwer messbaren Ziele zu optimieren, kommen sogenannte Reward-Modelle zum Einsatz, die Antworten automatisiert bewerten und in großem Stil Rückmeldungen geben. Laut xAI steckt hier Agent-Logik der neuesten Generation dahinter, die das Modell beim Feinschliff anleitet.

Bei LMArena, einer Art Text-Arena mit Elo-Wertung, taucht Grok 4.1 in zwei Varianten auf. Die „Thinking“-Variante mit expliziter Reasoning-Phase (Codename „quasarflux“) liegt dort mit 1.483 Elo auf Platz eins. Direkt dahinter das schnelle Grok 4.1 ohne Thinking-Token (Codename „tensor“) mit 1.465 Elo. Laut Ranking schlägt Grok 4.1 ohne Reasoning damit die voll auf Denken ausgelegten Modi anderer Anbieter. Das alte Grok 4 tauchte in der gleichen Liste noch auf Rang 33 auf. Muss man wohl alles für sich selbst und seine Anwendungsfälle testen.

Im Blogpost zeigt xAI ein Beispiel: Eine Person vermisst ihre Katze, die Antworten von Vorgänger und Grok 4.1 stehen nebeneinander. Grok 4.1 spricht direkter, greift Bilder aus dem Alltag auf und benennt das Gefühl klarer. Der Text wirkt weniger wie ein Standard-Trostspruch aus der Schublade, sondern eher wie eine Nachricht, die auch so in einem Chat zwischen zwei Menschen landen könnte. Genau in diese Richtung will xAI das Modell schieben. Erinnert mich ein bisschen an die Aussagen, die OpenAI bei ChatGPT 5.1 traf.

Technisch bleibt Grok 4.1 ein geschlossenes System, tiefe Einblicke in Parameteranzahl oder Trainingsdaten gibt es nicht. xAI konzentriert sich auf Benchmarks und Beispiele. Klar ist: Es gibt zwei klar getrennte Modi, Thinking und Non-Reasoning. Die Thinking-Variante nimmt sich mehr Zeit, nutzt interne „Denk-Token“ und zielt auf maximale Qualität und Stabilität. Die schnelle Variante antwortet direkt, greift aber weiterhin auf Websuche und Tools zurück. Auf X und in den Apps übernimmt Auto-Mode im Hintergrund die Auswahl, wann welcher Modus sinnvoll ist, ohne dass jedes Mal manuell umgestellt werden muss.

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