Google verhandelt mit dem Chipdesigner Marvell Technology über die Entwicklung von zwei neuen Spezialchips für seine Rechenzentren. Das berichtet The Information unter Berufung auf zwei Quellen. Einer der Chips ist eine sogenannte Memory Processing Unit, die neben Googles hauseigenen TPUs (Tensor Processing Units) laufen und KI-Aufgaben je nach Rechen- und Speicherbedarf aufteilen soll. Der andere ist ein neuer TPU, der speziell für Inferenz gebaut wird, also das Ausführen fertiger KI-Modelle.
Google plant laut den Quellen die Produktion von fast zwei Millionen Memory Processing Units. Das Design soll bis nächstes Jahr stehen. Marvell ist für Google ein naheliegender Partner: Das Unternehmen hat bereits den ersten Inferenz-Chip für das Startup Groq entworfen. Nvidia hatte Groqs LPU-Technologie (Language Processing Unit) im Dezember 2025 für 20 Milliarden Dollar lizenziert und daraus auf der GTC 2026 die Groq 3 LPU und das Rack-System Groq 3 LPX vorgestellt. Groq-Gründer Jonathan Ross arbeitete früher selbst an Googles TPU-Chips.
Google will sich zudem weniger abhängig von seinem bisherigen Chipdesign-Partner Broadcom machen, der hohe Gebühren pro produziertem TPU verlangt. Broadcom bleibt aber vorerst ein wichtiger Partner und hat Anfang April einen neuen Vertrag mit Google bis 2031 unterzeichnet.
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