Google muss in Japan Bevorzugung von Chrome und Suche auf Android einstellen

8 months ago 8

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Die japanische Kartellbehörde JFTC hat Google eine klare Ansage gemacht: Das Unternehmen muss die bevorzugte Behandlung der eigenen Dienste Chrome und Google-Suche auf Android-Geräten in Japan beenden. Wie Nikkei Asia berichtet, ist dies die erste Unterlassungsverfügung der Behörde gegen einen großen Technologiekonzern.

Seit Juli 2020 hatte Google mit mindestens fünf verschiedenen Android-Smartphone-Herstellern entsprechende Vereinbarungen getroffen. Diese beinhalteten Umsatzbeteiligungen für die Geschäftspartner unter der Bedingung, dass Chrome und die Google-Suche auf dem Startbildschirm platziert werden. Gleichzeitig durften keine vergleichbaren Dienste anderer Anbieter vorinstalliert werden.

Als Konsequenz muss Google nun die Vereinbarungen zur Werbeeinnahmen-Verteilung lockern, damit Smartphone-Hersteller mehr Optionen haben. Ein unabhängiger Dritter wird die Einhaltung der Anordnung über einen Zeitraum von fünf Jahren überwachen.

Google zeigte sich laut Bericht von der Entscheidung enttäuscht. Das Unternehmen argumentiert, die Vereinbarungen mit japanischen Partnern würden den Wettbewerb fördern und Produktinnovationen ermöglichen, was zu mehr Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher führe. Die Entscheidung basiert auf einem japanischen Gesetz aus dem vergangenen Jahr, das Ähnlichkeiten mit dem Digital Markets Act der EU aufweist.

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