Google kündigt auf der Cloud Next drei neue KI-gestützte Bildgebungs-Tools an. Kreative sollen damit KI-Bilder in echten Straßenansichten verankern können, Stadtplaner Satellitenbilder automatisch auswerten.
Das neue Maps Imagery Grounding erlaubt es, generative KI-Bilder in realen Straßenansichten von Google Street View zu verankern. Die Funktion ist laut Google derzeit als Private Preview ausschließlich für Standorte in den USA verfügbar.
Gedacht ist das Tool etwa für Filmstudios und Kreativagenturen: Statt aufwendige Ortsbegehungen zu organisieren, sollen sie per Textprompt in der Gemini Enterprise Agent Platform eine Szene an einem konkreten Ort visualisieren können.
Googles Beispiel: Ein Filmstudio tippt "generate an image of a futuristic spaceship hovering in front of the Washington Square Arch" ein und erhält in Sekunden ein Bild, das auf den realen Gegebenheiten des Ortes basiert. Mit dem Videomodell Veo lassen sich solche Szenen zusätzlich animieren.
Satellitenbilder automatisch in Minuten statt Wochen auswerten
Als zweites Update kündigt Google neue Aerial and Satellite Insights innerhalb von Google Earth AI an. Die Funktion soll in den kommenden Wochen verfügbar werden und die Analyse von Luft- und Satellitenbildern in Google Clouds BigQuery ermöglichen.
Bisher müssen Datenanalysten und Stadtplaner laut Google Tausende Satellitenbilder manuell durchsehen, um Veränderungen in Landschaften und Städten zu erfassen. Die neue Funktion soll diesen Aufwand von Wochen auf Minuten reduzieren. Als Anwendungsbeispiel nennt Google die Überwachung aktiver Baustellen in Wohngebieten, damit Planer Ressourcen für neue Straßen und Stromleitungen gezielter zuweisen können.
Darüber hinaus stellt Google zwei neue Earth-AI-Imagery-Modelle vor, die experimentell in Google Clouds Model Garden verfügbar sind. Die Modelle sind darauf trainiert, spezifische Objekte in Bildern zu identifizieren, darunter Brücken, Straßen und Stromleitungen. Unternehmen sollen damit eigene Produkte entwickeln können, ohne monatelang eigene KI-Modelle trainieren zu müssen.
Alle drei Funktionen befinden sich noch in frühen Verfügbarkeitsstufen: Maps Imagery Grounding ist nur per Bewerbung als Private Preview zugänglich, die Earth AI Imagery Models sind als experimentell gekennzeichnet, und die Aerial and Satellite Insights sollen erst in den kommenden Wochen starten. Interessierte können sich für einen Early Access zu den geospatialen Analyseprodukten anmelden.
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