GeForce RTX 5080 + be quiet! Power Zone 2 1000W: Mein Gaming-PC-Upgrade

8 months ago 8

Vor kurzem habe ich hier im Blog einen Bericht veröffentlicht, in dem ich mein letztes PC-Upgrade beschrieben habe. Wie sollte es auch anders sein, so sorgte vor allem mein Umgang mit der Wärmeleitpaste auf der CPU für Diskussionen. In dieser Woche habe ich dann noch zwei weitere Komponenten getauscht: Grafikkarte und Netzteil. Dazu möchte ich kurz meine ersten Eindrücke mit euch teilen. Denn in meinem Gaming-Rechner steckt nun eine Nvidia GeForce RTX 5080.

Die zuletzt genannte Grafikkarte ersetzt in meinem Fall die GeForce RTX 4080 (ohne Super). Zur Verfügung gestellt wurde die Karte, ganz genau die MSI Nvidia GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC, zu Testzwecken direkt von Nvidia. So habe ich dadurch die Möglichkeit, etwa über Multi Frame Generation (MFG) zu berichten und die Funktion in kommenden Spielen zu testen. Hier bin ich dem Hersteller für seine Unterstützung natürlich sehr dankbar.

Oben die GeForce RTX 4080, unten die GeForce RTX 5080.

Oben die GeForce RTX 4080, unten die GeForce RTX 5080.

Zu ergänzen ist, dass die GeForce RTX 5080 ja sehr kontrovers diskutiert wird. Zum einen ist der Leistungsabstand zur GeForce RTX 5090 nämlich unverhofft groß. Das macht die spätere Veröffentlichung eines Brückenschlags in Form einer GeForce RTX 5080 Ti sehr wahrscheinlich. Zum anderen spielt die Leistung der neuen Grafikkarte je nach Titel nur 10 bis 20 % höher. Das ist ein eher kleiner Generationssprung. Ob sich das Upgrade für euch lohnt, entscheidet sich wohl auch dadurch, wie begeistert ihr von MFG seid.

Mein Test-System:

  • CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2
  • Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E
  • RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30
  • Grafikkarte: MSI Nvidia GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC
  • SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte + WD_Black SN850 1 TByte
  • Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)
  • Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)

Einbau mit Hürden: GPU-Bracket passt nicht

Die MSI Nvidia GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC ist kompakter als meine bisherige Variante der GeForce RTX 4080, was beim Einbau gleich zu einem Problem geführt hat. So konnte ich das bisherige GPU Bracket nicht mehr verwenden. Denn die neue Grafikkarte ist nicht nur kürzer, sondern auch schmaler. Deswegen kann mein bisher an der Gehäuserückseite befestigtes Bracket keine Stützfunktion mehr übernehmen. Problem: MSI legt der GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC zwar auch ein abweichendes Bracket bei, das ist aber in meinem Big Tower viel zu kurz geraten – seht selbst.

Letzten Endes habe ich mir also für rund 10 Euro eine abweichende Halterung bestellt, welche die notwendige Höhe mitbringt. „Muss“ man so ein GPU Bracket nutzen? Nun, die neue GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC ist zwar deutlich kleiner und leichter als meine vorherige GeForce RTX 4080, aber am Ende entlastet man eben doch das Board bzw. den entsprechenden PCIe-Slot. Und wenn man schon so eine kostspielige Grafikkarte verbaut bzw. sich einen High-End-PC zusammenstellt, spart man hier aus meiner Sicht sonst an der falschen Stelle.

Konsolenspieler fassen sich an diesem Punkt vielleicht an den Kopf, denn genau das sind natürlich so die Problemchen, die einfach typisch für eigene PC-Builds sind. „Irgendwas ist immer“, stimmt da einfach. Parallel habe ich im Übrigen auch noch das Netzteil ausgetauscht. Das bisherige be quiet! Power Zone 2 mit 850 Watt hätte zwar weiterhin ausgereicht, wäre aber mit recht hoher Last gelaufen, was ich lieber vermeiden wollte. Grundsätzlich bin ich mit dem bisherigen PSU aber komplett zufrieden gewesen, sodass nun das gleiche Modell, nur eben mit 1.000 Watt, im Inneren meines Rechners steckt.

Glücklicherweise war der Wechsel relativ unkompliziert, da ja alle Kabelstränge bereits verlegt gewesen sind. Im Grunde musste ich also nur die Stecker vom alten Netzteil lösen und dann am neuen PSU befestigen. Etwas fummelig ist lediglich die Befestigung am Rahmengestell / Gehäuse gewesen.

MSI Nvidia GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC: Erster Eindruck im Betrieb

Zur GeForce RTX 5080 werde ich euch noch einen separaten Bericht nachreichen, in dem ich dann nicht nur auf meine Eindrücke zur Leistung im Vergleich mit der GeForce RTX 4080 genauer eingehen, sondern mich auch Multi Frame Generation noch widmen werde. Hier will ich nur sehr grob meine erste Meinung skizzieren. So ist speziell die MSI Nvidia GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC, welche ich nun nutze, im Betrieb wirklich angenehm leise. Ich nehme weder ein Spulenfiepen wahr, noch die drei Lüfter. Allerdings fiel da auch schon das Vorgängermodell zuvor nicht wirklich auf. Beobachte ich so die Temperaturen in meinem System, ist das auch im direkten Vergleich im Grunde identisch geblieben – was gut ist.

Generell habe ich die Lüfterkurven meines CPU-Lüfters und der Gehäuselüfter im BIOS eher „konservativ“ eingestellt. Heißt: Die Lüfter dürfen sozusagen etwas früher hochdrehen, dafür bleiben die Komponenten ziemlich kühl. Mir kommt es da eher darauf an, die Bauteile zu schonen, als hart in Richtung Silent-PC zu gehen. Zumal mein Gaming-PC nach meinem subjektiven Gefühl beim Spielen dennoch ziemlich ruhig bleibt. Dazu trägt natürlich auch der Big-Tower bei, der mehr Raum für die Luftzirkulation bietet.

Beim Zocken von z. B. „Assassin’s Creed Shadows“ bringt die GeForce RTX 5080 auf meinen Settings – alles auf Maximum, DLSS Quality, Framecap 30 fps, noch keinen Sprung nach oben, der mir weiterhelfen würde. Denn konstante 60 fps sind auf den höchsten Einstellungen, auch beim Ray-Tracing, nicht möglich. Ich habe zwar im Benchmark, da habe ich das Framerate-Limit natürlich entfernt, höhere Bildraten bemerkt, doch z. B. 35–40 fps statt 30 bis 35 fps helfen mir da auch nicht weiter, sodass ich lieber bei konstanten 30 fps ohne Tearing und Stottern bleibe.

In „Alan Wake 2„, das ich mit Pathtracing, DLSS Balanced und 30 fps spiele, hat die GeForce RTX 5080, wohl auch aufgrund der Mehrwerte der neueren Blackwell-Architektur beim Ray-Tracing, nach meinen ersten Eindrücken z. B. einen größeren Effekt auf die Performance. 60 fps rücken für mich aber auch hier immer noch in weite Ferne, da Pathtracing einfach massiv an der Hardwareleistung nuckelt. In „Indiana Jones und der Große Kreis“ ist dann bedauerlich, dass der VRAM der GeForce RTX 5080 immer noch bei 16 GByte verblieben ist. Zwar handelt es sich um schnelleren GDDR7, doch der Titel von Machine Games ist vor allem auf eine große Speichermenge versessen. Hier dürfte erst ein Ti-Modell mit möglicherweise 24 GByte GDDR7-VRAM den notwendigen Sprung mitbringen.

Kurzes Fazit

Mir gefällt die kompakte bzw. fast schon süße MSI Nvidia GeForce RTX 5080 Inspire 3X OC erst einmal sehr gut. Sie bleibt leise und kühl und ich höre auch kein Spulenfiepen. Dass ich mit dem GPU-Bracket nach einer anderen Lösung suchen musste, ist meinem Big-Tower geschuldet. Zur Leistung konnte ich zunächst nur grobe Eindrücke sammeln, werde euch da aber noch in den nächsten Wochen einen Bericht nachreichen, da mich persönlich besonders die Multi Frame Generation sehr interessiert. So hatte ich zur Frame-Generation in DLSS 3 ein eher gespaltenes Verhältnis.

Zu erwähnen ist natürlich, dass ein Upgrade von einer GeForce RTX 4080 zu einer GeForce RTX 5080 für die wenigsten Leser Sinn ergeben wird. Eigentlich lohnt es sich bei Grafikkarten immer, mindestens eine Generation zu überspringen, damit man einen richtigen Leistungssprung erleben kann.

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