Geekom hat in diesem Jahr seine ersten Notebooks auf den Markt gebracht. Den Anfang hatten die beiden Modelle GeekBook X14 Pro und GeekBook X16 Pro gemacht. Ich habe beide ausprobiert und halte sie für einen durchaus starken Einstieg in jenes Segment. Mit dem neuen GeekBook M16 folgt nun ein drittes Modell im Bunde. Dieses verwendet den gleichen Chip von Intel und stellt sich preislich niedriger auf – schlägt jedoch mitten in der Speicherkrise auf. Auch in diesem Fall habe ich den Test gewagt.
Das GeekBook M16 kommt mit Windows 11 Pro zu euch nach Hause und nutzt den etwas in die Jahre gekommenen Intel Core Ultra 9 185H von Ende 2023. Da gibt es also heute performantere und vor allem effizientere SoCs. Geekom dürfte diesen Prozessor primär einsetzen, um den Preis zu senken, aber dennoch ausreichend Leistung zu liefern. Zur Ausstattung zählen obendrein 16 GByte LPDDR5-RAM und 512 GByte SSD-Speicherplatz.
Technische Eckdaten des Geekom GeekBook M16
| Abmessungen | 355 × 250 × 16,8 mm (L × B × H) |
| Gewicht | 1,7 kg |
| Betriebssystem | Vorinstalliert mit Windows 11 Pro (Linux-kompatibel) |
| Prozessor (CPU) | Intel Core Ultra 9 Prozessor 185H (16 Kerne, 22 Threads, 5,1 GHz) |
| Grafik (GPU) | Intel Arc Grafik |
| NPU | Intel AI Boost, bis zu 35 TOPS (CPU+NPU+GPU) |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 16 GB LPDDR5 |
| Speicher | 1 × M.2 2280 PCIe Gen 4 NVMe SSD für U9-185H, erweiterbar auf bis zu 4 TB 1 × M.2 2230 PCIe Gen 4 NVMe SSD-Steckplatz, erweiterbar auf bis zu 2 TB |
| Display | 16,0 Zoll, 1920 × 1200 (16:10) 60 Hz Bildwiederholrate |
| Akku | 99,9 Wh Akku | Bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit |
| Netzteil | 100 W USB-C PD-Schnellladegerät | 1,8 m USB-C-Kabel (weiß) |
| Anschlüsse | 1 × HDMI 2.0 1 × USB 4.0 (40 Gbit/s) | Daten, Display 1 × USB-C 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) – Voller Funktionsumfang 2 × USB-A 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) 1 × 3,5 mm Kopfhörer-/Mikrofon-Kombianschluss |
| Konnektivität | Wi-Fi 6E + Bluetooth 5.4 |
| Kamera | Auflösung: 2MP 1080p Digitaler Schalter für Webcam-Schutz (On/Off) |
| Sicherheit | Unterstützt TPM 2.0 (hardwarebasierte Sicherheit) |
| Fingerabdrucksensor | Im Netzschalter integriert |
| Tastatur | 98-Tasten DE-Layout (QWERTZ) mit Ziffernblock, weiße Hintergrundbeleuchtung (4-stufig), mit LEDs für Feststelltaste (Caps Lock) & Fn |
| Touchpad | 13,5 × 8,9 cm Multi-Touch-Touchpad |
| Scharnier | 180°-Flexibilität (flach aufklappbar), lässt sich mit einer Hand öffnen |
| Lautsprecher & Audio | Lautsprecher: 2 × Stereo-Lautsprecher Audio-Zertifizierung: DTS:X Ultra |
| Zertifizierungen | FCC / RoHS / CCC / CE / CB / EAC+FAC |
| Lieferumfang | 1 × Premium-Verpackung 1 × GEEKOM GeekBook M16 Laptop 1 × Dockingstation 1 × 100 W USB-C PD-Schnellladegerät 1 × 1,8 m USB-C auf USB-C Kabel 1 × Benutzerhandbuch |
Direkt bei Geekom selbst kostet das GeekBook M16 regulär 899 Euro, kann aber über den Code „BGM1612F“ (gültig bis 31. Oktober 2026) mit 12 % Rabatt ergattert werden. Eigentlich ist das Notebook auch via Amazon.de zu haben, dort aber aktuell ausverkauft. Ich habe beim Hersteller nachgefragt und die Info erhalten, dass man an Nachschub arbeite. Einen genauen Zeitpunkt für die nächsten Chargen konnte Geekom mir aber zunächst noch nicht nennen.
Ausstattung und Verarbeitung
Das GeekBook M16 nutzt wie Geekoms GeekBook X16 ein LC-Display mit 16 Zoll Diagonale. Allerdings ist die Auflösung von 2.560 x 1.600 auf 1.920 x 1.200 Pixel gesunken. Zudem müsst ihr beim günstigeren M16 mit 60 Hz vorliebnehmen. Wie schon erwähnt übernimmt man den Prozessor Intel Core Ultra 9 185H, stellt ihm aber jetzt nur noch 16 statt 32 GByte LPDDR5-RAM zur Seite. Zudem hat man auch den Speicherplatz von 1 TByte auf 512 GByte halbiert. Immerhin stammt der SSD-Speicher von Kingston. Zudem gibt es die Chance, über den M.2-2230-Steckplatz eine Erweiterung vorzunehmen.
Die Anpassungen gehen noch weiter über die Basis des X16 hinaus. Das Geekom GeekBook M16 ist auch dicker und über 400 g schwerer als das angenehm schlanke GeekBook X16 Pro. Zumindest gibt es für die erhöhte Dicke einen triftigen Grund. Denn die Akkukapazität ist deutlich angestiegen. Die versprochene Laufzeit von bis zu 24 Stunden hat sich in meinem Test zwar unter Alltagsbedingungen als utopisch herausgestellt, dennoch kommt ihr mit dem Notebook tatsächlich länger hin. Zudem könnt ihr die Schnellladung mit 100 Watt via USB-C nutzen.
Geekom spricht zudem von einer potenteren Kühllösung (IceBlade 3.0), die sowohl leise als auch kühl arbeiten soll. Dabei hängt es aber vom Betriebsmodus ab, was eure Ohren bemerken werden. Ab Werk läuft das Geekom GeekBook M16 im Modus „Ausbalanciert“. Diesen habe ich auch zum Testen genutzt, da er von den meisten Nutzern im Alltag übernommen werden dürfte. Schaltet ihr jedoch in den Performance-Modus, dann legt der Lüfter hörbar los.
Sauber ist, dass Geekom auch für das günstigere GeekBook M16 ein Gehäuse aus Aluminium verwendet. Auf dem Deckel prangt dabei etwas aufdringlich das Herstellerlogo. Für sicheren Halt auf dem Tisch sorgen Gummifüße an der Unterseite. Generell wirkt die Verarbeitung auf mich sehr sauber, lediglich das Displayscharnier könnte für meinen Geschmack etwas fester sitzen. Die Tastatur ist auch eher zweckmäßig, aber ok für die Preisklasse. Sie bringt ein deutsches QWERTZ-Layout mit. Die einfarbige Hintergrundbeleuchtung lässt sich in vier Stufen regeln oder auch komplett abschalten.
Die Bedienung wird durch das recht großzügige Touchpad abgerundet. Allerdings empfehle ich sehr die Verwendung einer Maus, denn es gibt keine separaten Bereiche/Tasten für linke und rechte Maustaste. Kleine Erwähnung: Im Lieferumfang ist auch ein kleiner USB-C-Multi-Adapter mit zusätzlichen Anschlüssen enthalten.
Leistung und Benchmarks
Geekom verwendet für das GeeBook M16 ab Werk Windows 11 Pro, ihr könnt aber natürlich auf Wunsch auch auf Linux umrüsten. Zudem findet ihr auf dem Laptop vorinstalliert den Geekom PC Manager. Der erlaubt es euch zwischen den erwähnten Leistungsmodi zu wechseln, die Temperatur auszulesen oder auch Treiberupdates durchzuführen. Viel kann die Software im Gesamtbild nicht, zumindest wirkt sie aber aufgeräumt und nicht aufdringlich.
Das kann man nicht unbedingt von der Kühlung behaupten. Die IceBlade 3.0 getaufte Lösung nutzt zwei Lüfter und mehrere Heatpipes. Während das GeekBook M16 im Desktop-Betrieb angenehm leise bleibt, wird es sofort laut, sobald ihr z. B. Updates durchführt oder anspruchsvollere Anwendungen startet. Bei hoher Auslastung von CPU und GPU ist das Notebook deutlich hörbar und könnte z. B. im Zug im Ruheabteil genervte Blicke auf sich ziehen.
Die Auslastung spielt im Übrigen auch für die Akkulaufzeit eine entscheidende Rolle. Die von Geekom genannten 24 Stunden sind möglich, wenn ihr nur auf dem Desktop herumdümpelt. In realen Anwendungsszenarien halte ich nach meinen Erfahrungen mit dem Geekom GeekBook M16 eher 8-10 Stunden für realistisch. Das wäre dann ein Mischgebrauch aus Messaging, Surfen im WWW, dem Bearbeiten von Bildern und Co. Wer ans Zocken geht, sollte sich eher darauf einstellen, dass nach rund 4 Stunden Schicht im Schacht ist.
Meine Benchmarks zeigen euch, auch im Vergleich mit den beiden Geschwistermodellen X14 und X16, was ihr grob in der Leistung vom GeekBook M16 erwarten könnt. Vereinfacht gesagt ist das Notebook für den Office- und Multimedia-Gebrauch sehr gut zu gebrauchen, ist aber eben kein Leisetreter. Ältere Core-Games oder Gelegenheitsspiele sind ebenfalls möglich, von aktuellen Triple-A-Games solltet ihr aber die Finger lassen. Darauf kann man diesem Modell aber keinen Vorwurf machen, schließlich handelt es sich hier nicht um ein Gaming-Notebook.
Praxistest
Das GeekBook M16 verfügt über einen Fingerabdruckscanner im Powerbutton, den ihr zum Entsperren nutzen könnt. Ich sehe im Übrigen schon die ersten Leser mit hämischen Kommentaren um die Ecke kommen, weil der Karton des Notebooks „ein wenig“ von so einem kaum bekannten Hersteller aus Cupertino inspiriert scheint. Leider gilt dies nicht für das Display, das im Praxistest leider noch ein wenig mehr Kompromisse mit sich bringt, als das Datenblatt vermuten lässt.
Hier hat uns Geekom mit dem OLED-Bildschirm des GeekBook X14 natürlich auch hart verwöhnt. Doch, der LC-Screen des M16 steht auch hinter dem X16 zurück – nicht nur in Auflösung und Bildwiederholrate. So ist die maximale Helligkeit recht überschaubar, was zu Schwierigkeiten in sehr hellen Umgebungen führen kann. Immerhin ist die Ausleuchtung bei meinem Testmuster überraschend ausgewogen und das Bild wirkt in Farben und Kontrasten recht knackig. Ich konnte allerdings einen leichten Blaustich bemerken, der mir vor allem auffällt, da ich sowohl an meinem Monitor als auch an meinem LG G5 sehr neutrale Settings nutze.
Letzten Endes ist das LC-Display des Geekom GeekBook M16 noch „in Ordnung“, scheint aber eine Komponente zu sein, an welcher der Hersteller angesichts der gestiegenen RAM- und Speicherkosten gespart hat, um noch einen verträglichen Preis zu erzielen. Vorjahresmodelle bieten euch da zu ähnlichen Kosten oft bessere Qualität. Das gleicht man aber immerhin mit den langen Akkulaufzeiten, die ich ja schon erwähnt habe, zumindest teilweise wieder aus.
Zudem hat mir im Alltag die Anschlussvielfalt, auch durch das direkt beiliegende Dock, gut gefallen. Einer der Ports ist ja auch für USB4 bereit. Ich würde euch aber raten, im Alltag zu schauen, dass ihr das GeekBook M16 leistungstechnisch nicht an die Obergrenzen bringt. Denn die Lautstärke habe ich dann tatsächlich als recht grenzwertig empfunden. Da bin ich dank meines Apple Mac mini (M1) jedoch auch sehr empfindlich.
Ansonsten sind 16 GByte RAM im Jahr 2026 schon eine Grenze, um noch ein paar Jahre gut hinzukommen, angesichts der Speicherpreise derzeit aber keine Überraschung. Mit den 512 GByte kann man schon auskommen, wenn ihr nicht gerade vorhabt, am GeekBook M16 täglich große Fotos und Videos zu bearbeiten, wofür dieses Gerät aber ohnehin nur bedingt geeignet ist. Denn dann müssten doch mehr RAM und ein besseres Display an Bord sein.
Mein Fazit zum Geekom GeekBook M16
In meiner typischen Redakteurs-Nutzung mit viel Arbeit im WWW, Produktivitätsanwendungen wie Todoist, Slack, Trello und Messengern wie Telegram sowie leichter Bildbearbeitung über Affinity Photo hat sich das GeekBook M16 gut geschlagen. Die Lautstärke wird jedoch etwas grenzwertig, sobald es ans Eingemachte geht. Dafür überzeugen Anschlussvielfalt und Akkulaufzeiten voll und ganz, was auch für viele Leser wichtig sein dürfte.
Die verbaute Tastatur ist solide, die Webcam zumindest in Ordnung. Größter Minuspunkt ist für mich das nicht sonderlich helle Display, das zudem in Auflösung und Bildwiederholrate in diesem Preissegment unterdurchschnittlich aufgestellt ist. Das sind dann offenbar die Kompromisse, die Geekom zugunsten von RAM und Speicherplatz des GeekBook M16 eingegangen ist.
Am Ende ist das GeekBook M16 deutlich günstiger als die GeekBook X14 und X16, muss sich aber genau so deutlich auch technisch geschlagen geben. Hier solltet ihr abwägen, ob die Kompromisse den Abschlag wert sind. Über Geekom selbst kostet das GeekBook M16 regulär 899 Euro. Der Code „BGM1612F“ (gültig bis 31. Oktober 2026) drückt den Preis um 12 %. Der Code gilt grundsätzlich auch bei Amazon.de. Dort ist das Gerät derzeit aber ausverkauft.
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4 weeks ago
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