Galaxus Deutschland macht trotz roter Zahlen weiter

1 month ago 19


Wenn Schweizer Unternehmen im Ausland Fuß fassen wollen, ist das nicht immer von Erfolg gekrönt. Migros musste das schmerzhaft lernen, sei es bei Fitnessstudios oder dem kürzlich besiegelten Verkauf der Tegut-Filialen, der ein tiefes Loch in die Kasse riss. Man könnte meinen, dass nun auch beim Online-Händler Galaxus in Deutschland der Stecker gezogen wird. Doch die Zentrale in Zürich sieht das anders und hält an der Tochtergesellschaft fest, obwohl diese seit dem Start ordentlich Geld verbrennt, berichtet die NZZ.

Über 200 Millionen Euro Verlust haben sich seit dem Markteintritt 2018 angehäuft. Allein im Geschäftsjahr 2024 stand ein Minus von 56 Millionen Euro unter dem Strich. Während Galaxus in der Schweiz unangefochtener Marktführer ist, spielt man hierzulande trotz starken Wachstums eher die Rolle des Herausforderers. Zwar kletterte der Shop auf Platz 30 der umsatzstärksten Händler und wächst deutlich schneller als der deutsche Gesamtmarkt, doch gegen die Übermacht von Amazon ist das Volumen weiterhin überschaubar.

Der Grund für das Festhalten an der Strategie mag auf den ersten Blick überraschen. Es geht gar nicht nur um den deutschen Markt an sich. Die Expansion dient dazu, die Position im Heimatmarkt zu stärken. Durch das zusätzliche Volumen in Deutschland kann die Migros bei Lieferanten bessere Preise aushandeln, wovon am Ende die Kunden in der Schweiz profitieren sollen. Zudem lassen sich die hohen Kosten für die eigene Logistik und Softwareentwicklung auf mehr Schultern verteilen. Man will also über die Menge bessere Einkaufskonditionen erzielen.

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