„Just the Browser“ ebnet den Weg zu schlanken Webbrowsern am Desktop. Nervender Ballast wird binnen Sekunden aus Chrome, Edge oder Firefox entfernt. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein weiteres Plug-in. KI-Dienste, Einkaufsfunktionen oder Default-Popups werden einfach über einen Shell-Befehl für Gruppenrichtlinien entfernt. Derweil erweitert OpenAI seinen KI-Chatbot um eine neue Funktion. ChatGPT Translate ist ein separater Übersetzer für mehr als 50 Sprachen. Die KI bietet neben wörtlicher Transliteration zusätzlich an verschiedene Zielgruppen angepasste Übersetzungen an, etwa in flüssigerer Formulierung oder für Kinder oder im geschäftlichen Stil. In Deutschland hat sich die Wirtschaftsministerin mit der EU-Kommission auf eine Kraftwerksstrategie geeinigt. Sie will nun Gas geben und in den nächsten Jahren neue Gaskraftwerke errichten, die zukünftig auf Wasserstoff umgerüstet werden können. Diese Pläne unterscheiden sich kaum von denen des ehemaligen Wirtschaftsministers Habeck, die zuvor verworfen wurden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Die führenden Webbrowser verzetteln sich. Jetzt gibt es Abhilfe: Das neue Projekt „Just the Browser“ erleichtert Google Chrome, Microsoft Edge und Mozilla Firefox um Ballast. Deaktiviert werden, binnen Sekunden, nach Kräften die meisten KI-Dienste, Autostart, Einkaufsfunktionen, aufgedrängte Inhalte Dritter wie bezahlte Icons oder täglich frischem Clickbait, die Belästigung mit „Mach mich zum Default”-Popups, die Übertragung von Nutzungsdaten sowie das Einführungssemester nach der Erstinstallation. Das geht alles weg mit Bordmitteln. Weder kommen Plug-ins hinzu, noch wird der Sourcecode der Browser angetastet. Damit erhalten sie auch weiterhin automatische Updates, wenn verfügbar. Und Updates reaktivieren in aller Regel die unerwünschten Zusätze auch nicht: Einfach nur einen Webbrowser, bitte!
Ohne Ballast und im schlanken Design kommt auch ChatGPT Translate als neuer Konkurrent des Google-Übersetzers. Der ohne große Ankündigung eingeführte Übersetzungsdienst von OpenAI unterstützt mehr als 50 Sprachen und kann die Übersetzungen an unterschiedliche Zielgruppen anpassen, etwa für Kinder oder ein akademisches Publikum. Das führt zum normalen KI-Chatbot, mit einem entsprechend vorformulierten Prompt. Im Gegensatz zu Google Translate, der fast 250 Sprachen beherrscht, kann ChatGPT Translate aber noch keine Bilder, Dokumente oder Webseiten übersetzen und beschränkt sich bislang auf Text sowie Spracheingaben mit Mobilgeräten. Der eigentliche KI-Chatbot von OpenAI wird bereits seit der Einführung ChatGPTs vielfach für Übersetzungen genutzt, aber jetzt hat OpenAI mit ChatGPT Translate einen eigenen Übersetzungsdienst.
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Deutschland hält in weiten Teilen an früheren Plänen für seine Stromversorgung fest – das zeigt die Einigung zwischen EU-Kommission und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Nach monatelangen Verhandlungen steht jetzt fest, dass die Bundesregierung nur wenig von dem abweichen wird, was die Vorgängerregierung geplant hat. Auch die Kraftwerkstrategie des Ampel-Wirtschaftsministers Robert Habeck sah neue Gaskraftwerke vor, die später auf Wasserstoff hätten umgerüstet werden sollen. Doch Habecks Pläne wurden mit dem vorzeitigen Regierungsende ad acta gelegt. Nun werden sie neu aufgelegt, denn trotz Ausbau von Sonnen- und Windkraft reichen Erneuerbare Energien zumindest in Zeiten längerer Dunkelflauten auf absehbare Zeit nicht für die Stromversorgung: Deutschland greift Habecks Gaskraft-Plan wieder auf.
Der internationale urheberrechtliche Status des weltberühmten Tagebuchs Anne Franks ist seit Jahren heftig umstritten und hat auch schon den Wikipedia-Betreibern Probleme bereitet. Der in der Schweiz ansässige Anne-Frank-Fonds pocht darauf, dass die Urheberrechte in den Niederlanden aufgrund spezieller Übergangsregelungen noch bis 2037 fortbestehen. Die niederländische Anne-Frank-Stiftung sperrte die Manuskripte technisch per Geoblocking für den niederländischen Markt, um den Ansprüchen der Schweizer gerecht zu werden. Der Fonds sieht dennoch seine Rechte verletzt, weil die Sperren mittels Virtual Private Networks (VPN) überwunden werden könnten. Doch das allein genügt nicht für eine Rechtsverletzung, sagt der EuGH-Generalanwalt zum Anne-Frank-Tagebuch und stärkt Geoblocking trotz VPN-Umgehung.
Zum Jahresbeginn werben viele Fitnessstudios aggressiv um neue Mitglieder. Doch wer vorschnell unterschreibt, bindet sich oft langfristig, wenn im Kleingedruckten lange Laufzeiten und Klauseln zur automatischen Verlängerung stehen. Wird die Kündigungsfrist versäumt, kann sich der Vertrag automatisch um bis zu zwölf weitere Monate verlängern. Bei der Kündigung drohen weitere Fallstricke. Die Kunden müssen im Streitfall beweisen können, dass ihre Kündigung dem Unternehmen zugegangen ist. Eine bestimmte Form dafür ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, kann aber im Vertrag selbst geregelt sein. Wir klären im c’t-Verbraucherschutzpodcast, wie man Verträge korrekt beendet und auf unberechtigte Forderungen reagieren sollte. Das ist das Thema bei Vorsicht, Kunde: Fitnessstudio-Vertrag vorzeitig kündigen.
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Auch noch wichtig:
- Falls es überhaupt mal nötig ist, gelingt das Nachinstallieren fehlender Treiber in unserem Notfallsystem mit wenigen Mausklicks: Treiber im c’t-Notfall-Windows 2026 nachinstallieren.
- Der Stromausfall in Berlin hat viele Diskussionen über Heizungen und deren mögliche Frostschäden hervorgebracht. Wir beleuchten die Monoblock-Wärmepumpe: Was passieren kann mit Wärmepumpen bei Frost und Stromausfall und wie man vorbeugt.
- Die Windows-Updates vom Januar-Patchday führen zu gestörten Verbindungen mit Windows 365 und Azure Virtual Desktop. Es sind Windows Update-Nebenwirkungen: Verbindungsfehler mit Windows 365.
- VW Transporter verkaufen sich insgesamt schlechter als im Vorjahr. ID. Buzz und Multivan erreichen allerdings neue Bestmarken: Volkswagen Nutzfahrzeuge verkauft mehr ID. Buzz, aber weniger Transporter.
- Raspberry Pi Plc. bringt das PCI-Express-Modul AI HAT+ 2 für den Raspi 5. Es kombiniert den KI-Chip Hailo-10H mit 8 GByte LPDDR4X-RAM, etwa zur Objekterkennung. Der Edge-KI-Beschleuniger leistet bis zu 40 Tops: NPU für den Raspberry Pi 5.
- Der Erfolg des Universal Serial Bus wuchs aus bescheidenen Anfängen: Am 15. Januar 1996 erschien die erste finale Spezifikation. Daraus wurde der Anschluss für (fast) alles: 30 Jahre USB 1.0.
- Erstmals in der Geschichte der ISS holt die NASA eine vierköpfige Astronauten-Besatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurück zur Erde: ISS-Crew muss erstmals in der Geschichte medizinisch evakuiert werden.
- Amazons neues Europa-AWS geht an den Start und wirbt um Vertrauen mit Standort in Deutschland. Doch fraglich ist, wie souverän das sein kann: AWS verspricht Souveränität mit europäischem Cloudangebot.
- Die Politik möchte den Übergang von DSL zu Glasfaser beschleunigen. Ohne Anschluss soll jedoch am Ende niemand dastehen: Das Ringen um die DSL-Abschaltung beim Glasfaserumstieg.
- Dem iPhone-Hersteller gelingt es nicht, konkurrenzfähige KI-Modelle zu entwickeln. Ausgerechnet Google liefert den Befreiungsschlag. Was das heißt, erklärt unser Kommentar: Apple bindet sich bei KI an Google – das ist enttäuschend.
- 21 Jahre lang analysierten private Rechner Daten aus dem Weltall nach Spuren von Außerirdischen. Die verheißungsvollsten Signale werden jetzt überprüft: SETI@home veröffentlicht Ergebnisse von 21 Jahren Distributed Computing.
(fds)



