Mozilla arbeitet an einer Neuerung für den Firefox. Die Adressleiste soll künftig nicht mehr nur Suchvorschläge anzeigen, sondern direkt die gewünschten Informationen liefern. Man tippt also etwas in die Adressleiste ein und bekommt Suchvorschläge angezeigt. Bisher führen diese aber immer erst zur Suchergebnisseite. Mozilla will das ändern und relevante Informationen gleich in der Adressleiste präsentieren.
Ein Beispiel: Bei der Suche nach einem Flug könnte der aktuelle Status direkt angezeigt werden, ohne erst die Suchergebnisseite aufrufen zu müssen. Auch bei der Suche nach Websites, deren genaue Adresse man nicht kennt, oder nach lokalen Empfehlungen wie Fahrradwerkstätten soll die neue Funktion helfen.
Firefox geht dabei einen eigenen Weg. Statt wie bisher die Adressleiste hauptsächlich als Zugang zur Suchmaschine zu nutzen, setzt Mozilla auf Unabhängigkeit. Dabei stehe der Datenschutz laut der Entwickler im Vordergrund: Mit dem neuen Oblivious-HTTP-Protokoll werden Suchanfragen verschlüsselt übertragen. Dabei setzt man auf eine Partnerschaft mit Fastly. Der Relay-Dienst von Fastly sieht zwar die IP-Adresse, aber nicht den Text. Mozilla wiederum kann den Text lesen, weiß aber nicht, von wem er stammt.
Die neue Funktion wird schrittweise im kommenden Jahr eingeführt, zunächst in den USA. Firefox zeigt weiterhin die klassischen Suchvorschläge an und ergänzt diese um direkte Ergebnisse, wenn diese besonders relevant sind. Einige dieser Ergebnisse können gesponsert sein, um Firefox zu unterstützen, heißt es weiter. Sprich: Werbung.
Wer die Funktion nicht nutzen möchte, kann sie dann später in den Firefox-Einstellungen unter „Suche“ deaktivieren. In älteren Versionen lässt sich die Option „browser.urlbar.quicksuggest.online.enabled“ in about:config auf „false“ setzen.
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4 months ago
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