Fable 5 darf wieder Biologie: Anthropic lockert übereifrige Sicherheitsfilter deutlich

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Anthropic reduziert Fehlalarme seiner Biologie-Sicherheitsfilter für Fable 5 um rund 85 Prozent. Bisher wurden fast alle biologiebezogenen Anfragen blockiert und an das weniger leistungsfähige Modell Opus 5 weitergeleitet, was gerade bei Wissenschaftlern für Protest sorgte. Nutzer können nun deutlich mehr Biologie-Aufgaben mit Fable 5 erledigen, etwa Laborergebnisse interpretieren, Symptome verstehen oder medizinische Fragen klären.

Der "Sicherheitspuffer" von Fable 5 wurde deutlich reduziert. | Bild: Anthropic

Bei sogenannten "Dual-Use"-Themen wie Virologie, Toxikologie oder Molekulardesign bleibt die Sperre bestehen, da Fable 5 laut Anthropic in diesen Bereichen auch böswilligen Akteuren Fähigkeiten liefern könnte, die sie sonst nirgends finden. Anthropic arbeitet an Zugangsprogrammen, um Forschern künftig auch Zugriff auf die eingeschränkten Funktionen zu ermöglichen.

Die Sorge hinter den Schutzmaßnahmen: Biologische Risiken könnten gefährlicher sein als Cyberangriffe, weil man sich gegen sie schwerer wehren kann. Ein freigesetzter Virus lässt sich nicht einfach wieder einfangen, und ein Gegenmittel benötigt womöglich lange. Dass diese Bedrohung real ist, zeigt eine Analyse der US-Geheimdienste und  von ChatGPT-Chats, in denen Nutzer nach der Herstellung biologischer Waffen fragten. Auch Forscher haben bereits gemeinschaftlich vor solchen Risiken gewarnt.

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