EU stoppt russisches Gas bis 2028

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Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird weiterhin Gas aus Russland in die EU importiert. Doch das wollen die EU-Länder mehrheitlich ab 2028 verbieten.

20. Oktober 2025, 19:47 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

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 Ein Regasifizierungsschiff liegt vor der Küste der Insel Rügen. Demnächst könnten russische Gasimporte in die EU verboten werden.
Ein Regasifizierungsschiff liegt vor der Küste der Insel Rügen. Demnächst könnten russische Gasimporte in die EU verboten werden. © Stefan Sauer/​dpa

Die Länder der Europäischen Union haben sich mehrheitlich für einen vollständigen Stopp russischer Gasimporte ausgesprochen. Spätestens ab 2028 soll demnach kein Gas aus Russland mehr eingeführt werden. 

Es könnte jedoch schon vorher zu einem vollständigen Importverbot von russischem Flüssigerdgas (LNG) kommen. So will die EU-Kommission den Import im Rahmen neuer Sanktionen gegen Russland schon ab Anfang 2027 verbieten. Aktuell wird das 19. Sanktionspaket in Brüssel verhandelt.

Katherina Reiche sieht keine Gefahr höherer Preise

Laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wird der Einfuhrstopp nicht zu höheren Preisen für Verbraucher führen. Auf den LNG-Märkten stehe sehr viel mehr Gas zur Verfügung. "Wo viel Volumen ist an Gas, werden auch die Preise nicht so in die Höhe schnellen", sagte Reiche am Rande eines Treffens in Luxemburg. Sie und ihre Amtskollegen stimmten dort für den Stopp russischer Gasimporte. Sie schaue mit Gelassenheit, aber nicht mit Sorglosigkeit in die Zukunft, sagte Reiche.

Die EU hatte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bereits weitreichende Importverbote für russische Energieträger wie Kohle und Öl erlassen. Bisher gab es aufgrund von Abhängigkeiten jedoch noch keine Gassanktionen. 

Verhandlungen mit EU-Parlament stehen noch aus

Im ersten Halbjahr 2025 importierte die EU nach Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat noch Flüssigerdgas aus Russland im Wert von fast 4,5 Milliarden Euro. 2024 machten die russischen Gaslieferungen noch etwa ein Fünftel aller Einfuhren aus. Mittlerweile kommt mehr als die Hälfte davon als Flüssigerdgas an. 

Damit die Verordnung zum Importstopp in Kraft treten kann, müssen die EU-Länder noch mit dem EU-Parlament verhandeln. Die Verordnung soll unabhängig von dem in den Sanktionen geplanten Importverbot beschlossen werden. So würde der Importstopp auch dann noch gelten, falls Sanktionen wieder aufgehoben werden sollten. 

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