
Ich glaube, jeder, der sich schon mal mit Firmengründung oder Expansion in der EU und vor allem in Deutschland beschäftigt hat, ahnt, wo das Problem liegt. Zu viel Papier, zu viele nationale Sonderwege, zu viel Reibung, zu langsame Prozesse… Man kann die Aufzählung unendlich fortführen. Genau da will die EU-Kommission jetzt mit EU Inc. ansetzen (besser spät, als nie).
Konkret geht es um ein optionales, europaweit einheitliches Unternehmensmodell, das digital gedacht ist und Gründungen deutlich vereinfachen soll. Laut Kommission sollen Unternehmen künftig innerhalb von 48 Stunden, für unter 100 Euro und ohne Mindestkapital gegründet werden können. Ebenfalls geplant sind ein zentraler Zugang für Unternehmensdaten, digitale Abläufe über den gesamten Lebenszyklus hinweg und vereinfachte Regeln für Insolvenz, Anteilsübertragungen und Mitarbeiterbeteiligungen.
We are introducing EU Inc. To make building and growing a business across the EU faster, simpler, and smarter.
? Start a company in less than 48 hours
? No minimum capital requirement
? Fully online and borderless pic.twitter.com/sLExA6lw5O
— European Commission (@EU_Commission) March 18, 2026
Spannend ist das vor allem für Start-ups und Scale-ups, die bislang an 27 Rechtssystemen und über 60 Gesellschaftsformen in Europa hängen. Das nationale Gesellschaftsrecht soll dabei nicht ersetzt, sondern ergänzt werden. Jetzt müssen noch Parlament und Rat an den Vorschlag ran. Die Kommission peilt eine Einigung bis Ende 2026 an.
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1 month ago
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