Die Rechteinhaber von 274 Elvis-Presley-Songs haben Anthropic vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien verklagt. Das berichtet die New York Times. Der Vorwurf geht über die üblichen Urheberrechtsklagen hinaus: Anthropic soll nicht nur die Songs ohne Genehmigung zum Training seiner KI verwendet, sondern auch technische Schutzmaßnahmen umgangen und Urheberrechtsangaben entfernt oder verändert haben.
Zu den Klägern zählen die Authentic Brands Group, Musikverlage, Trusts und mindestens eine Einzelperson. Sie fordern rund 41 Millionen Dollar Schadensersatz, also knapp 150.000 Dollar pro Song. Anthropic habe sein Geschäftsmodell auf Urheberrechtsverletzungen gebaut, heißt es in der Klageschrift. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück und will sich dagegen wehren.
Die Klage reiht sich in eine wachsende Serie ähnlicher Verfahren ein: Vergangene Woche klagte Reservoir, im Januar Universal Music auf drei Milliarden Dollar. Anthropic beruft sich dort auf "Fair Use", eine US-Regel, die bestimmte Nutzungen ohne Erlaubnis gestattet. Die KI-Musikfirma Suno wählte einen anderen Weg und einigte sich mit Rechteinhabern wie Warner Music, BMG und Believe auf lizenzierte Trainingsdaten für ihre neuen Modelle.
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