
„Bestes“ Szenario: Die Internetleitung streikt, das Homeoffice steht still und das Smart Home macht keinen Mucks mehr. Amazon-Tochter eero will diesem Problem jetzt mit einer Hardware-Lösung begegnen. eero Signal soll als Backup-Verbindung über Mobilfunk einspringen, wenn die Hauptleitung ausfällt. Wurde bereits im Sommer 2025 vorgestellt, ist aber erst jetzt erhältlich. Nachteil für Interessierte: Das Ding gibt es bislang nur in den USA, nicht aber in Deutschland – quasi das gleiche Schicksal wie der eero Outdoor 7.
Der eero Signal selbst hängt am eero-Router und wartet im Hintergrund. Fällt die normale Verbindung über Kabel oder Glasfaser aus, übernimmt es die Internetversorgung über das Mobilfunknetz. Läuft die Hauptleitung wieder, schaltet Signal zurück in den Wartezustand. Das Ganze ist sauber integriert ins Mesh-System. Anders als bei einem Smartphone-Hotspot bleiben sämtliche Geräte im Netzwerk verbunden. Man man also keine neuen Passwörter eingeben oder Einstellungen ändern.
Die Verbindung zum Router erfolgt über USB-C. Laut Hersteller funktioniert das mit allen USB-C-Modellen, die mindestens Wi-Fi 6 unterstützen, sowie mit dem eero PoE Gateway. Das Signal-Modul leitet den Strom weiter, sodass Router und Backup-Gerät mit einem einzigen Netzteil auskommen.
Zunächst kommt die 4G-Version auf den Markt, die über LTE funkt. Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant eero dann eine 5G-Variante. Die LTE-Version kostet 99,99 US-Dollar, das 5G-Modell soll mit 199,99 US-Dollar zu Buche schlagen.
Klingt gut? Nun ja: Das Gerät braucht ein Abo bei eero Plus, über das das Datenvolumen abgewickelt wird. Hier gibt es zwei Optionen: Das Standard-Abo bringt 10 GB Backup-Volumen pro Jahr mit, was für gelegentliche kurze Ausfälle reichen dürfte. Wer häufiger Probleme mit der Leitung hat oder mehr Daten braucht, kann zum eero Plus 100 mit 100 GB pro Monat greifen.
Bei Kauf der Hardware mit neuem Jahresabo gibt es die ersten sechs Monate geschenkt. Danach kostet das Standard-Paket etwa 100 US-Dollar jährlich. Das größere Abo schlägt im ersten Jahr mit 99 US-Dollar zu, danach mit knapp 200 US-Dollar pro Jahr. Die Abos enthalten nebenbei auch Funktionen wie erweiterten Kinderschutz, Werbeblocker und Identitätsschutz – kennt man als Nutzer der Hardware im Grunde schon. Wann (und ob) die Geräte in Deutschland verfügbar sein werden und was sie hierzulande kosten sollen, steht noch nicht fest.
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3 weeks ago
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