EASA-Notfall: A320 braucht Softwarefix

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Bei den Flugzeugen der A320-Familie von Airbus gibt es offenbar erhebliche Fehler: Intensive Sonnenstrahlung kann demnach Daten beschädigen, die für die Funktion der Flugsteuerung entscheidend sind. Der europäische Flugzeughersteller muss bei Tausenden Flugzeugen neue Software aufspielen.

Branchenquellen zufolge sind davon rund 6000 Jets betroffen, teilt die Nachrichtenagentur Reuters mit. Das sei mehr als die Hälfte der weltweiten Flotte. Laut Daten von Airbus sind rund 11.300 Flugzeuge der A320-Familie im Einsatz, darunter 6440 des Kernmodells A320. "Airbus ist sich bewusst, dass diese Empfehlungen zu Betriebsunterbrechungen für Passagiere und Kunden führen werden", erklärte das Unternehmen .

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit werde eine sogenannte Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung herausgeben, so Airbus.

Reparaturen noch vor dem nächsten Start

Die Ausbesserungen müssen offenbar vor dem nächsten Flug der jeweiligen Maschinen abgeschlossen sein. Reuters liegt ein entsprechendes Dokument von Airbus an die Fluggesellschaften vor. Demnach gebe es ein Problem auf einem Computer, der Befehle an die Höhenruder sendet, die die Neigung oder den Anstellwinkel des Flugzeugs steuern. Der Hersteller, das französische Unternehmen Thales, erklärte auf Anfrage von Reuters, dass die betreffende Funktion von einer Software unterstützt wird, für die Thales nicht verantwortlich ist.

Für etwa zwei Drittel der betroffenen Flugzeuge werde die Rückrufaktion zu einer relativ kurzen Stilllegung führen, da die Fluggesellschaften auf eine frühere Softwareversion zurückgreifen würden, so zitiert Reuters Branchenkreise. Es werde jedoch erwartet, dass die Maßnahme zu erheblichen Beeinträchtigungen führen wird: Die Aktion findet kurz vor dem verkehrsreichsten Reisewochenende des Jahres in den Vereinigten Staaten statt.

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