ASML will die Produktion seiner EUV-Lithografiemaschinen stark hochfahren, um mit der wachsenden Nachfrage nach KI-Chips Schritt zu halten, berichtet das Wall Street Journal.
2026 sollen mindestens 60 Standard-EUV-Maschinen gebaut werden, 36 Prozent mehr als 2025. Der niederländische Konzern ist der weltweit einzige Hersteller dieser Maschinen, die für die Fertigung moderner KI-Chips nötig sind.
Vier US-Techkonzerne - Microsoft, Meta, Amazon und Alphabet - planen allein dieses Jahr über 600 Milliarden Dollar an KI-Investitionen. Das treibt auch Chiphersteller wie TSMC dazu, ihre eigenen Investitionen zu beschleunigen, was wiederum die Nachfrage nach ASMLs Maschinen weiter steigert. CEO Christophe Fouquet sagte, man wolle kein Engpass für Kunden sein. Der Jahresumsatz soll auf 42 bis 47 Milliarden Dollar steigen, nach gut 38 Milliarden im Vorjahr.
ASML investiert 2,2 Milliarden US-Dollar in den Ausbau
Die Produktion schnell hochzufahren ist allerdings schwierig. Die busgroßen Maschinen gehören zu den komplexesten Geräten, die je gebaut wurden. Ein Hochleistungslaser verdampft darin winzige Zinntropfen, um extrem ultraviolettes Licht zu erzeugen, mit dem mikroskopische Muster auf Siliziumscheiben gedruckt werden. Die Montage dauert Monate und erfordert Bauteile von Hunderten Zulieferern. Schon ein einzelnes Staubkorn kann den Prozess stören. Die Maschinen der nächsten Generation kosten laut Analysten rund 400 Millionen Dollar oder mehr. TSMC hat allerdings erklärt, vorerst bei den Standard-EUV-Maschinen zu bleiben, weil die neueren Modelle zu teuer seien.
ASML investiert dieses Jahr rund 2,2 Milliarden Dollar in Gebäude und Ausrüstung, etwa 20 Prozent mehr als 2025. Neue Reinräume entstehen in den USA, Deutschland und Südkorea. Am niederländischen Hauptsitz in Veldhoven soll der Bau eines neuen Campus beginnen. Zudem sucht ASML weltweit nach Fachkräften, da der Arbeitsmarkt in den südlichen Niederlanden weitgehend ausgeschöpft ist.
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