Datenleck bei Chat-GPT offenbart Risiken

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MeinungKünstliche Intelligenz:Wer mit einer KI spricht, der spricht mit der ganzen Welt

25. August 2025, 15:37 Uhr

Lesezeit: 1 Min.

Niemand soll glauben, es bleibe privat, was man in ein Textfenster eingibt – ein Datenleck bei Chat-GPT führt das gerade besonders drastisch vor Augen.

Die Vertrautheit des digitalen Raums ist eine trügerische Verlockung. Wie weit das gehen kann, zeigt nun ein Datenleck der künstlichen Intelligenz Chat-GPT. Hunderttausende Unterhaltungen, die Menschen mit dem Chatbot der Firma Open AI geführt hatten, standen zur freien Einsicht im Netz. Ein Versehen. Doch der Fehler liegt weniger in der Technik als in einer kognitiven Fehlleistung, die es seit den Anfangszeiten des Internets gibt. Freimütig hatten viele intime Geheimnisse preisgegeben, hatten die Maschine als Ratgeber, Seelsorger oder engste Freundin befragt. Weil so eine künstliche Intelligenz inzwischen Sprache auf höchstem Niveau erzeugen, weil sie sogar menschliche Eigenschaften wie Empathie und Zuneigung simulieren kann, entwickeln sich solche Dialoge oft in einer Tiefe, die selbst im menschlichen Miteinander selten ist.

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