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Neues Jahr, neues Pixel – was bei den asiatischen Herstellern mittlerweile eher zur monatlichen Neuvorstellung von aktualisierten Geräten geworden ist, ist bei Herstellern wie Apple oder eben auch Google vor allem eher noch ein jährliches Event. So hat Google jüngst seine neue Pixel-Gerätefamilie für dieses Jahr vorgestellt, darunter auch die neue Pixel-11-Smartphone-Familie, bestehend aus Pixel 11, Pixel 11 Pro und Pro XL und dem Pixel 11 Pro Fold. Alle nötigen Specs und Features zu den Geräten hatten wir euch bereits in den verlinkten Beiträgen vorgestellt.
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Google hat uns dieses Jahr sowohl das Pixel 11 Pro als auch das Pixel 11 Pro XL zukommen lassen, die beiden Geräte habe ich mir nun in den vergangenen Tage etwas ausführlicher anschauen können. Einen „Deep Dive“, wie man so schön sagt, könnt ihr aber noch nicht erwarten. Hier werde ich dann zu gegebener Zeit sicherlich nochmal ein Update raushauen, falls mir da noch weitere Kleinigkeiten auffallen sollten. Das Pro XL wandert hier indessen jedenfalls als Daily Driver mit und wird hier als Referenzgerät für den Test herhalten.
Allem voran bin ich erst einmal sehr glücklich darüber, dass alle Modelle der neuen Gerätereihe nun mit mindestens 256 GB Speicher auskommen, wenngleich nur die 1-TB-Versionen dann parallel auch über 16 GB RAM verfügen. Zudem arbeiten alle neuen Modelle mit Googles aktuellstem Chipsatz, dem Tensor G6. Beim Tensor G6 konzentriert sich Google im Vergleich zum Vorgänger Tensor G5 vor allem auf Energieeffizienz, optimierte CPU-Architektur und erweiterte KI-/Kameraleistung. Auch der neue Chipsatz ist definitiv kein Gaming-Hardwarewunder wie aktuelle Snapdragon-Lösungen, das muss es aber auch wieder gar nicht sein, meiner Meinung nach. Für den Alltagseinsatz, den flotten Zugriff auf KI und ein längeres Durchhaltevermögen arbeitet der G6 eindeutig sehr effizient, weshalb der direkte Vergleich mit den anderen Chipsätzen ein wenig hinkt.
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Zudem sitzt nun um den LED-Blitz der Kamera herum das sogenannte HiLight – ein LED-Feature, das optisch beim aufs Display gelegten Smartphone Benachrichtigungen (anpassbare Farben für Favoriten-Kontakte) signalisieren kann und zudem beim Sprechen mit Gemini Live auch in den entsprechenden Farben wabert. Der Nachteil des Ganzen: Drittanbieter-Apps wie Telegram oder WhatsApp werden derzeit noch nicht unterstützt, Google Messages oder Anrufe über die Telefon-App hingegen schon. In der Android-Szene kennt man solche LED-Features allerdings noch aus ganz frühen Zeiten, als im Grunde gar jede einzelne App individuell eine kleine Benachrichtigungs-LED ansteuern konnte.
Ebenso „neu“: Die komplette Geräteserie unterstützt fortan das kabellose Aufladen mit bis zu 25 Watt, das war bei der Pixel-10-Gerätereihe noch den Pro-Modellen vorbehalten. Bei den beiden Flaggschiffen Pixel 11 Pro und Pro XL dreht sich in Bezug auf die Verbesserungen vieles um das Display. Die 120-Hz-LTPO-Panels (6,3 Zoll beim Pro, 6,8 Zoll beim Pro XL) schaffen jetzt eine Dauerhelligkeit von bis zu 2.400 Nits, in Spitzen sogar 3.600 Nits. Das macht dann auch bei grellem Sonnenschein einen durchaus wahrnehmbaren Unterschied.
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Der 50-MP-Hauptsensor ist neu, ebenso die 48-MP-Telelinse mit 5-fachem optischen Zoom, die jetzt größer und lichtstärker ausfällt und digital bis zu 120-fach zoomen kann – natürlich erneut unterstützt durch KI. Die Kamera-App wurde ebenfalls überarbeitet, Farbprofile lassen sich jetzt direkter wechseln. Auch am Gehäuse wurde gefeilt: Beide Modelle sind minimal dünner und leichter geworden, und mit der Farbpalette „Olive“, „Canyon“ oder auch „Fog“ landen auch ein paar frische Varianten neben dem dunklen, nun matten Obsidian (nebst Alurahmen).
Beim Laden legt vor allem das Pro XL zu und schafft laut Google in 30 Minuten 75 Prozent Akkuladung statt vorher 70 Prozent – merkt man als Nutzer des Vorgängermodells aber nicht unbedingt was von. Das normale Pro bleibt bei 55 Prozent. Allerdings sind die Akkus insgesamt etwas kleiner geworden – rund 4.850 mAh beim Pro und 5.115 mAh beim Pro XL. Und dann ist da noch die Preisfrage: Weil die 128-GB-Variante komplett gestrichen wurde, startet das Pixel 11 Pro faktisch erst bei 1.199 Euro. Beim Pro XL wird es sogar noch deutlicher, denn die UVP steigt um 100 Euro auf 1.399 Euro.
Jetzt ist es natürlich so, dass man als Pixel-10-Nutzer erwartungsgemäß keinen immensen Sprung nach vorne erwarten sollte, wenn man auf das neue Pixel 11, respektive 11 Pro wechselt. Zwischen einem Pixel 8 oder 8 Pro und dem 11er liegen dann aber schon wieder gewisse Welten. Da erzähle ich euch ja aber nichts Neues, das ist den meisten schon seit den ersten Leaks zu den Geräten und spätestens seit der offiziellen Vorstellung von Google bekannt gewesen.
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Das Pixel 11 Pro XL agiert aber dennoch in vielen Alltagsspielereien gefühlt etwas schneller, etwas weicher und zuverlässiger als der direkte Vorgänger. Das sollte man natürlich von einem Upgrade auch erwarten können, vor allem mit neuem Chipsatz im Gepäck. Auf der Haben-Seite sind es dann aber vor allem eher so Funktionen wie die Magische Aufnahme, Rambler für Google Gboard (zu den Features komme ich noch im Einzelnen) oder einfach nur die neuen „Looks“ als vorgegebene Filter in der Kamera-App, die das neue Modell für mich wieder spannender machen.
Das Phone selbst hält im Alltag minimal länger aus als sein Vorgänger, hier scheint zumindest der G6 seine Effizienz-Wirkung zu entfalten, und auch die KI-Arbeit auf dem Gerät selbst scheint etwas flotter vonstattenzugehen. HiLight nutze ich bislang nur sehr selten, allerdings liegt das Gerät bei mir auch viel zu selten auf der Displayseite. Optisch gefällt mir die Lösung natürlich dennoch, wenngleich ich das kleine LED-Leuchten auf der Displayvorderseite zu Zeiten von Samsungs Galaxy S3 irgendwie noch nützlicher empfand.
Rambler in Gboard: Google ersetzt klassische Diktierfunktion durch intelligente Spracheingabe Google rüstet seine Tastatur-App Gboard mit einer neuen Form der Spracheingabe auf. Die Funktion... Jetzt lesen →
Ein Feature, das ich nun aber mittlerweile wirklich viel und vor allem gerne nutze, ist Rambler. Dank dieser Gboard-Funktion ist es quasi möglich, seine Texte auch einfach per Spracheingabe einzusprechen und das Tool filtert dann nicht nur jedes „ähm“, „hüstel* und sonstige Nebengeräusche, die man vielleicht beim Einsprechen von Texten sonst so von sich gibt, heraus. Stattdessen ist es Rambler gefühlt sogar ziemlich egal, ob ich zwischendurch mal ins Stammeln gerate oder mehrere Sprachen beim Einsprechen verwende – die KI analysiert kurz das gesprochene Wort und schreibt dann in 99 % der Fälle einen fehlerfreien Text in die Eingabe. Dabei wird dann auch besonders Wert auf die korrekte Interpunktion gelegt und: Das Ganze funktioniert wirklich überall dort, wo man eben auch Gboard zum Schreiben nutzen kann.
So spreche ich dann Texte für meine englischsprachigen Kontakte mittlerweile locker auf Deutsch ein, so wie es mir in den Sinn kommt, und lasse Gboard das Ganze parallel dann einfach noch in die Zielsprache übersetzen. Das funktioniert erstaunlich gut.

Die Magische Aufnahme der Kamera-App ist auch so eine Funktion, die man erst für schon fast überflüssig hält, sie dann aber nach und nach lieben lernt. Ich hatte das Pixel 11 Pro XL so zum Beispiel mit auf der diesjährigen Maker Faire in Hannover. Als Aussteller hatte ich da zwar nun nicht andauernd Zeit, immer und überall mit der Kamera herumzuspielen, habe aber genau dort die Magische Aufnahme auch ein wenig lieben gelernt.
Man aktiviert die Funktion links unten neben den Auswahlfeldern für die Fotokamera und die Videokamera, tippt auf den Auslöser und nimmt dabei quasi erst einmal nur ein Video auf. Parallel schaut die KI aber nach, welche Schlüsselmomente nun besonders gut für ein Foto geeignet wären, und speichert jene dann separat ab. Wer mag, kann weiterhin auch hier manuell auf den weißen, kleinen Auslöseknopf im Bild während der Aufnahme tippen und macht so dann zusätzliche Screens. Das Video kann dann im Nachgang als solches in Google Fotos angeschaut und selbst dann noch einmal nachträglich Momente als Fotos herausgepickt werden.

Durch die Looks lässt sich das Pixel-typische HDR-Überspitzen dann auch mal aushebeln
Dann sind da aber auch noch die Looks. Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Filtern und Vorgaben, die optional angepasst werden können und sich dann bereits während der Aufnahme auf die Fotos legen. Ist jetzt auch alles kein Novum und gehört vielerorts schon lange zum guten Ton bei Smartphones. Dennoch ist es schön, dass fortan auch die Pixel-Phones so etwas anbieten. Drücken wir mal die Daumen, dass – genau wie bei Rambler – auch die Looks nicht nur den Pixel-11-Geräten vorbehalten bleiben, sondern auch den aktuelleren Vorgängern zugänglich gemacht werden.
Die Selfie-Kamera liefert weiterhin sehr gute Ergebnisse ab, ihr habt hier erneut die Wahl zwischen den Zoomstufen 0,7x und 1x – je nachdem, wie viel Inhalt oder Personen ihr gerade ins Motiv holen wollt.
Die Kamera löst zudem im Standard-Fotomodus viel schneller aus als bisher, fokussiert entsprechend auch flotter. Ein Album mit den unkomprimierten Aufnahmen könnt ihr hier herunterladen. Dennoch kann ich beim reinen, ungefilterten Foto aus dem Pixel 11 Pro XL keinen wirklichen Unterschied zu einem Vergleichsfoto vom Pixel 10 Pro XL feststellen. So viel hat sich da ja aber auch nicht getan.
Der 120-fach-KI-Kamerazoom bleibt sicher aber nur der neuen Modellreihe vorbehalten. Genau wie beim 100-fach-Zoom des Vorgängers kommt man hier sehr nah an weit entfernte Motive heran. Die KI analysiert dann den Bildinhalt und skaliert/generiert dann den Inhalt entsprechend nach, sodass man eine hochauflösende und scharf dargestellte Aufnahme erhält.
Das Ganze ist schon ’ne Hausnummer, aber man darf eben nicht vergessen, dass hier vor allem die KI ein eigentlich recht unansehnliches Foto ordentlich nachbearbeitet. In meinen ersten Tests klappt das mittlerweile aber noch zuverlässiger und bislang weniger „erfinderisch“ als beim Vorgängermodell. Ich konnte aber noch kein Flugzeug vor die 120-fach-Linse bekommen, um zu schauen, ob es durch KI zum Vogel wird.
Wer mag, aktiviert sich in den Anzeigeeinstellungen der Kamera noch die Creator-Oberfläche. Darin enthalten sind dann ein paar wirklich nützliche Features, die vorwiegend eben solchen Nutzern etwas bringen, die Videos für die Verwendung in Social Media aufnehmen möchten. Der Teleprompter kann beim Vorlesen des eingegebenen Textes eben jenen so langsam oder schnell weiterscrollen, wie man den Text einspricht. Die Rasteransicht für Social Media zieht einen schmalen Rahmen ins Sucherbild, der darstellt, welcher Bildinhalt am besten aufgenommen werden sollte, um in den gängigen Social-Media-Formaten ideal dargestellt zu werden.
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Zu den weiteren Creator-Funktionen gehören „In einem Projekt speichern“, „Audio-Visualisierung“, oder die „Verbesserte Sprachqualität“ – alle eigentlich recht selbsterklärend, wenn man zur Zielgruppe gehört. Auch hier habe ich noch die vage Hoffnung, dass diese Tools auch älteren, KI-tauglichen Modellen der Pixel-Serie, später zur Verfügung gestellt werden.
Was mir noch aufgefallen ist: Mein Testgerät arbeitet zwar per se flott und zuverlässig, lässt im aktuellen Zustand (Android 17 / Systemupdate 5. August 2026 / Google Play-Systemupdate August 2026) aber hier und da mal eine App einfrieren, sodass man sie erst manuell abschießen muss.

Außerdem scheint die Darstellung der oberen Bildschirmleiste den Wechsel von Hell auf Dunkel nicht immer korrekt mitzumachen. So werden die Symbole wie die Uhrzeit oder der Empfang unabhängig von der Systemeinstellung abwechselnd hell, dann wieder dunkel dargestellt. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern triggert mich beim Bedienen auch sehr. Wird aber alles eine reine Fix-Geschichte sein, die bald der Vergangenheit angehören dürfte.
Meine Meinung zum G6? Durchwachsen, hauptsächlich aber dennoch positiver Natur:
Google spart einen Kern ein – statt der bisherigen acht Kerne kommen im Tensor G6 nur noch sieben zum Einsatz. Konkret sieht das so aus: ein Arm C1-Ultra mit bis zu 4,11 GHz, dazu vier Arm C1-Pro-Kerne mit 3,38 GHz und zwei weitere C1-Pro-Kerne mit 2,65 GHz. Die kleinen Effizienzkerne, bekannt als C1-Nano, fliegen komplett raus.
Richtig ärgerlich wird es bei der Grafikeinheit. Google setzt hier weiterhin auf die IMG CXTP-48-1536, eine GPU-Architektur, die quasi 2021 als aktuell galt. In Benchmarks mit aktuellen Schnittstellen wie Vulkan tritt die Leistung praktisch auf der Stelle und bewegt sich auf dem Niveau des Vorgängers Tensor G5. Noch unschöner wird es bei längerer Belastung: In den 3DMark-Stresstests bricht die Leistung um bis zu 40 Prozent ein. Das bedeutet konkret, dass das Pixel 11 Pro bei ausgedehnten Gaming-Sessions sogar schlechter abschneidet als sein direkter Vorgänger. Ließ sich beim Zocken meines Lieblings-Ablenkungstitels „mo.xo“ dann auch recht schnell untermauern.
Neben CPU und GPU hat sich auch sonst einiges getan, was im Alltag durchaus spürbar sein dürfte. Beim Modem verabschiedet sich Google von den Samsung-Exynos-Lösungen und setzt stattdessen auf ein MediaTek M90, was der Verbindungsqualität zugutekommt. Auch bei den Schnittstellen zieht der Chip nach: LPDDR5X-Speicher, UFS-4.0-Flash, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 sind mit an Bord. Die Edge TPU der fünften Generation soll zudem KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät um rund 50 Prozent beschleunigen. Die NFC-Antenne hat eine etwas verbesserte Position im Gerät, sitzt nun etwas weiter oben im Gehäuse und könnte das kontaktlose Bezahlen etwas flüssiger gestalten.
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Ich habe das Pixel 11 Pro XL jedenfalls in den letzten Tagen seit seiner Ankunft trotz der kleinen Softwaremängel und dem eher mäßigen Chip-Update sehr schnell lieben gelernt und nutze viele der neuen Features schon regelrecht selbstverständlich – allen voran Rambler, was ich bereits begründete. Doch auch die Magische Aufnahme ist so etwas, das man hier und da immer mal wieder gebrauchen kann, gerade wenn man nicht immer die Zeit hat, sein Motiv ausreichend auszuloten, zu framen und auf die Beleuchtung zu achten. Die KI schafft es in vielen Fällen schon recht zuverlässig, gute bis sehr gute Shots zu erkennen und festzuhalten.
Muss es ein Upgrade für Besitzer des Vorgängermodells sein? Mitnichten, hierfür sind viele der Unterschiede zu marginal. Und wenn man mal in Betracht zieht, dass Googles Pixel-Geräte schon seit Jahren dafür bekannt sind, wirklich brauchbare Fotos zu produzieren, dann muss vermutlich noch nicht einmal mit aller Gewalt von einem Pixel 9 Pro XL umgezogen werden.
Als Geräteserie für sich betrachtet hat Google mit den Pixel-11-Modellen eine absolut vorzeigbare Generation vorgestellt, die sich im Alltag nicht vor Highend-Chipsatz-Boliden verstecken braucht, auch wenn einzelne Stimmen das immer mal wieder behaupten. Der Weggang von den 128-GB-Startermodellen war überfällig, die Preisanstiege im Vergleich zu den Vorjahresmodellen allein in Anbetracht der stets weiter steigenden Speicherpreise eigentlich nur zu erwarten.
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4 days ago
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