Cohere hat seine Unternehmensplattform mit North 2 zur Steuerzentrale für KI-Agenten ausgebaut, die mehrstufige Abläufe selbstständig erledigen und sich Kontext über Sitzungen merken. Ein überarbeitetes Orchestrierungssystem koordiniert die Agenten, die auf gemeinsame Wissensbibliotheken und wiederverwendbare Skills zugreifen und sich mit Tools wie Slack, SharePoint oder Jira verbinden. Aus Texteingaben erstellt North 2 zudem Präsentationen, Dashboards oder einfache Apps direkt im Chat. Unternehmen können die Plattform lokal, in der Cloud oder vollständig vom Netz getrennt betreiben.
North 2 ist modellagnostisch. Neben Coheres eigenen Modellen wie Command A+ lassen sich auch mitgebrachte Modelle einsetzen. Administratoren steuern über "North Admin" Token-Verbrauch, Nutzerquoten und Zugriffsrechte bis auf die Ebene einzelner Agenten, bei kritischen Aktionen fordern die Agenten eine menschliche Freigabe an. Auf Nvidias Blackwell- und Hopper-Hardware sollen Cohere-Modelle laut Unternehmen mit weniger Token auskommen. LG CNS und Bell Cyber setzen North bereits produktiv ein.
Cohere zielt mit der Plattform auf Behörden und regulierte Branchen, die KI unter eigener Kontrolle betreiben wollen. Dieselbe Zielgruppe bedient auch Aleph Alpha, dessen Übernahme Cohere im April angekündigt hatte. Das Heidelberger Unternehmen hat sich gerade erst mit dem deutsch-englischen Sprachmodell Kolibri zurückgemeldet.
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