Anthropic schickt ein neues Flaggschiff ins Rennen: Claude Opus 4.5. Das Modell sitzt im Bereich „High-End“ und richtet sich vor allem an Leute, die viel mit Code, Automatisierung und Werkzeugen wie Tabellen, Präsentationen und Browser arbeiten. Laut den internen Messungen liegt Opus 4.5 bei Benchmarks rund um Softwareentwicklung vorn, etwa bei SWE-bench Verified und der multilingualen Variante mit mehreren Programmiersprachen. Opus 4.5 hängt nicht nur in der eigenen App, sondern auch in der API und auf den drei großen Cloud-Plattformen. Wer über die API arbeitet, greift über das Modelllabel „claude-opus-4-5-20251101“ zu. Berechnet wird nach Tokens: 5 US?Dollar (ca. 4,65?€) für eine Million Input-Tokens, 25 US?Dollar (ca. 23,25?€) für eine Million Output-Tokens. Damit landet das Modell im Premium-Segment, fällt im Vergleich zu früheren Opus-Generationen aber etwas günstiger aus, gemessen an der gebotenen Leistung.
In internen Tests, die sonst für Performance-Engineering-Kandidaten genutzt werden, hat Claude Opus 4.5 innerhalb eines Zeitlimits von zwei Stunden besser abgeschnitten als jeder Mensch, der sich bisher an dieser Aufgabe versucht hat. Der Test deckt natürlich nur einen Teil dessen ab, was im Job wichtig ist, liefert aber eine Aussage zur reinen Problemlösung unter Druck. Auf Benchmarks quer durch Vision, Logik, Mathematik und mehr liegt Opus 4.5 durchweg oben oder sehr weit vorne. Auf SWE-bench Multilingual führt das Modell in 7 von 8 Programmiersprachen. Für den ganzen Benchmark-Zinnober könnt ihr gerne mal in die Ankündigung schauen.
Und sonst so? In der normalen Claude-App sind lange Chats jetzt weniger problematisch. Statt irgendwann an die Kontext-Grenze zu knallen, fasst Opus 4.5 vergangene Teile der Unterhaltung automatisch zusammen, damit der Faden nicht abreißt. Claude für Chrome, also die Browser-Integration mit Zugriff auf mehrere Tabs, steht jetzt allen Max-Nutzern zur Verfügung. Claude für Excel, im Oktober angekündigt, wird auf Max-, Team- und Enterprise-Konten im Beta-Status ausgeweitet. Gerade in Kombination mit Opus 4.5 soll das bei Tabellen und größeren Datensätzen punkten, wenn es um Auswertungen, Formeln oder wiederkehrende Aufgaben geht.
Bei den Limits dreht Anthropic ebenfalls an den Stellschrauben. Spezielle Caps nur für Opus-Nutzung in den Apps fallen weg, für Max- und Team-Premium-Konten steigen die allgemeinen Obergrenzen. Unterm Strich landet ungefähr die gleiche Menge an Opus-4.5-Tokens wie vorher bei Sonnet, wodurch sich Opus 4.5 eher als Standardwerkzeug für tägliche Arbeit anbietet und nicht nur als gelegentliche „High-End-Option“. Klar ist aber auch: Wenn ein zukünftiges Modell Opus 4.5 ablöst, werden die Limits wieder angepasst.
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1 month ago
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