CIA warnt vor Russlands Drohnen-Plänen

1 month ago 8

Russland erwägt nach Informationen der spanischen Zeitung „El Mundo“ offenbar auch Drohnenangriffe in Südeuropa. Im Fokus stehen demnach Spanien, Frankreich und Italien. Die dortigen Regierungen seien vom US-Geheimdienst CIA vor möglichen Eskalationsplänen Moskaus gewarnt worden.

Diese Pläne beinhalten dem Bericht zufolge etwa die Strategie, Drohnen von Handelsschiffen im Mittelmeer aus zu starten. Diese könnten demnach in Containern verborgen und von internationalen Gewässern aus eingesetzt werden.

Konkret wurden dabei russische Gerbera-Drohnen genannt, die iranischen Shahad-Drohnen nachempfunden sind und eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern haben. Mit kleinen Sprengladungen beladen könnten sie Brände auslösen, empfindliche Anlagen beschädigen oder eine temporäre Schließung von Flughäfen und Häfen verursachen.

Neben materiellen Schäden gehe es Russland darum, politische Verunsicherung zu erzeugen und die Unterstützung der Ukraine innenpolitisch infrage zu stellen.

Aufregung und Sorge in Frankreich

Russland hat wiederholt erklärt, Waffenlieferungen und militärische Beratung für die Ukraine machten die unterstützenden Staaten zu Kriegsparteien und damit zu legitimen Zielen. Mehrere Quellen bestätigten „El Mundo“, dass in europäischen Hauptstädten ein US-Geheimdienstbericht kursiert, der die russischen Pläne sehr genau beschreibt und dem speziell Frankreich große Glaubwürdigkeit beimisst.

Die Warnung war möglicherweise auch der Auslöser für ein parteiübergreifendes Krisentreffen in Frankreich, zu dem Präsident Emmanuel Macron vergangene Woche eingeladen hatte.

Im Anschluss übte sogar die eher russlandfreundliche, rechtspopulistische Partei von Marine Le Pen (RN) in einem offiziellen Kommuniqué deutliche Kritik an russischen Versuchen, die Souveränität Frankreichs zu verletzen. „Keine Provokation, keine verdeckte Operation und keine Destabilisierungsmaßnahme darf dazu führen, dass Frankreich die Erreichung der Kriegsziele Russlands in der Ukraine erleichtert“, hieß es darin etwa.

Das ukrainische Fachmedium „Defense Express“ hatte bereits vor Längerem berichtet, dass Russland Drohnenstarts von Schiffen aus testet. Im Februar entdeckte eine schwedische Marineeinheit eine Drohne, die vom russischen Aufklärungsschiff „Zhigulevsk“ zwischen Dänemark und Schweden gestartet sein soll.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Auf dem russischen Telegram-Kanal „Rybar“, der in Verbindung mit dem russischen Verteidigungsministerium steht, wurde vor wenigen Tagen eine Karte des Mittelmeeres mit Angriffszielen für Drohnen in Südfrankreich veröffentlicht.

Genannt wurden unter anderem Rüstungsbetriebe, Militärstützpunkte, Kernkraftwerke und petrochemische Anlagen. Darunter fällt auch der Militärhafen von Toulon, in dem mehr als die Hälfte aller französischen Kriegsschiffe liegt. Betitelt wurde die Karte mit „Russisches Heilmittel gegen französische Arroganz“.

Auf dem Rybar-Kanal wurden kürzlich auch mehrere ähnliche Karten für andere Weltregionen veröffentlicht, Experten schätzen das Ganze eher als Propaganda ein. Doch im Zusammenhang mit den konkreten CIA-Warnungen ist es dennoch bemerkenswert.

Russland träumt schon länger von Militärbasis in Algerien

Bei Rybar war auch die Rede von einer möglichen Lieferung von Geran-5-Drohnen an Algerien und einer hypothetischen Abschussbasis an der dortigen Nordküste. Die politischen Beziehungen zwischen der autoritären Regierung Algeriens und Frankreich gelten als angespannt, während Russland schon seit Sowjetzeiten ein wichtiger Rüstungslieferant des nordafrikanischen Staates ist.

Tatsächlich bemüht sich Russland seit Jahren um die Einrichtung einer russischen Basis auf dem Territorium Algeriens oder eine Nutzung algerischer Basen durch russische Kriegsschiffe. Moskau soll besonders den algerischen Marinestützpunkt von Mers-el-Kébir ins Auge gefasst haben. Die Regierung von Ministerpräsident Tebboune hat dies bislang aber abgelehnt.

Hinweis: Der Original-Bericht von „El Mundo“ wurde in der Entstehung des Artikels aus dem Spanischen mithilfe von KI übersetzt.

Read Entire Article