China verschärft Exportkontrollen

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Ausländische Unternehmen stehen bei der Ausfuhr von Seltenen Erden aus China künftig vor weiteren Hürden. Zuletzt waren bereits kaum noch Anträge bewilligt worden.

Aktualisiert am 9. Oktober 2025, 7:19 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters,

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 In einer Chipfabrik in Binzhou wird an einem Halbleiter-Wafer gearbeitet, der zur Chipproduktion dient.
In einer Chipfabrik in Binzhou wird an einem Halbleiter-Wafer gearbeitet, der zur Chipproduktion dient. © Stringer/​AFP/​Getty Images

Die chinesische Führung hat eine weitere Verschärfung der Exportkontrollen für Seltene Erden angekündigt. Laut einer Mitteilung des chinesischen Handelsministeriums wird der Export der Rohstoffe sowie von Verarbeitungstechnologien strenger geregelt und nicht genehmigte Kooperationen mit dem Ausland untersagt. Es sei unwahrscheinlich, dass Lizenzen für Rüstungsunternehmen sowie für bestimmte Nutzer im Halbleitersektor erteilt würden, heißt es. Deutsche Unternehmen beziehen zwei Drittel ihres Bedarfs an Seltenen Erden aus China

Bereits im April hatte die chinesische Führung sieben Elemente der insgesamt 17 Seltenen Erden auf seine Exportkontrollliste gesetzt. Die politische Führung nutzt das üppige Rohstoffvorkommen in dem Land als wirtschaftliches Druckmittel, insbesondere hinsichtlich der USA.

Die strengeren Exportkontrollen hatten in den vergangenen Monaten bereits zu Preissteigerungen geführt. Zudem wurden laut einer Mitteilung der Europäischen Handelskammer in China zuletzt nur 19 von 141 Anträgen für den Export von Seltenen Erden bewilligt. Wie die tagesschau berichtete, kam es infolgedessen zu Produktionsstopps und finanziellen Verlusten in Millionenhöhe für europäische Unternehmen.

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