ChatGPT bekommt Inhalte von Partnerverlagen offenbar nur als fertige Zusammenfassung

1 week ago 14

Inhalte von OpenAIs Lizenzpartnern gelangen offenbar über eine eigene Pipeline in ChatGPT, die sie gegenüber dem übrigen Web bevorzugt. Das zeigt eine Analyse von David Konitzny, GEO-Researcher beim Berliner Start-up Peec AI. Von drei konfigurierten News-Engines befülle nur "labrador" ein Feld namens "provider". Darüber identifizierte Konitzny 12 Anbieter mit 43 Domains, darunter Condé Nast, Hearst, Axel Springer, News Corp, Reuters und AP. Neben Nachrichten fließen so auch Rezepte, Testberichte und Kaufberatungen von Seiten wie Allrecipes, Tom's Guide und Welt in den Chatbot ein.

Partnerseiten rufe ChatGPT nicht live ab, sondern erhalte sie als vorab generierte Zusammenfassung, während reguläre Webseiten als Textausschnitte ankommen. Im Prompt stünden die Partnereinträge vor allen Web-Ergebnissen. Bei Bestenlisten nennen die Zusammenfassungen laut 1.000 ausgewerteten Fällen 70 Prozent der Einträge auf den Rängen 1 bis 3, aber nur 23 Prozent auf den Rängen 7 bis 10.

OpenAI hatte Partnern 2024 eine prominentere Darstellung in ChatGPT in Aussicht gestellt, eine Hamburger Studie fand Springer-Medien im Webinterface später deutlich häufiger als über die API. Korrekt zitiert werden aber auch Partner nicht immer.

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