Die deutsche Bundeswehr macht sich auf den Weg in die Erdumlaufbahn und plant den Aufbau eines eigenen Satellitensystems bis 2029. Das ambitionierte Projekt sieht vor, mehrere hundert Satelliten im All zu platzieren, die gemeinsam Aufgaben wie Kommunikation und Erdbeobachtung übernehmen sollen. Experten rechnen mit Kosten von bis zu 10 Milliarden Euro pro Konstellation.
Das Verteidigungsministerium bestätigte die Pläne gegenüber dem Handelsblatt, hält sich aber aus Sicherheitsgründen mit Details zurück. Klar ist: Die Bundeswehr will ihre Abhängigkeit von ausländischen Systemen reduzieren, logisch. Aktuell betreibt sie lediglich acht bis zehn eigene Satelliten, was für moderne militärische Anforderungen nicht ausreicht.
Die deutsche Raumfahrtindustrie reagiert laut Bericht euphorisch. Nach Insiderinformationen sollen vorrangig heimische Unternehmen zum Zuge kommen. Der BDLI sieht darin eine Chance für die europäische Raumfahrt. Die Pläne markieren eine überraschende Wende, da die Bundesregierung noch im September keine derartigen Absichten hegte. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Abkehr vom EU-Projekt Iris2, das erst 2030 einsatzbereit sein wird. Mal schauen, wie sich das Ganze entwickelt, wenn man ehrlich ist, kann man sich eine deutsche Satelliten-Dependance sicher nur schwer vorstellen.
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10 months ago
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