Wer heutzutage den Führerschein machen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Das ist auch im Bundestag angekommen. Der Petitionsausschuss hat am Mittwoch eine entsprechende Forderung unterstützt und die Petition mit dem höchstmöglichen Votum zur Berücksichtigung an die Bundesregierung überwiesen. In der Eingabe wird von enorm gestiegenen Kosten gesprochen, im Schnitt fallen wohl um die 2.000 Euro an, wobei es regional starke Unterschiede gibt. Das sei für viele Bürger kaum noch zu stemmen.
Die Begründung des Ausschusses liest sich verständlich. Individuelle Mobilität ist ein hohes Gut, gerade im ländlichen Raum oder für den Weg zur Arbeit unverzichtbar. Geplant ist nun, die Fahrausbildung zu reformieren. Ziel ist es, den Erwerb der Fahrerlaubnis bezahlbarer zu machen, ohne dabei die hohen Standards aufzuweichen. Ein Großteil der Kosten entsteht durch die Entgelte für den Unterricht, welche die Fahrschulen selbst festlegen. Hinzu kommen Gebühren für Anträge und Prüfungen.
Ansätze zur Optimierung liegen bereits vor. Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen schlägt vor, die Bestehensquoten bei Theorie und Praxis zu verbessern. Wer weniger durchfällt, braucht weniger Wiederholungsprüfungen und extra Stunden, was den Geldbeutel schont. Gleichzeitig soll die Sicherheit von Fahranfängern durch besseren Kompetenzerwerb steigen. Das Thema ist nicht ganz neu auf dem Tisch, bereits im Frühjahr 2025 hatte die Verkehrsministerkonferenz das Bundesverkehrsministerium um eine intensivere Betrachtung der Kosteneindämmung gebeten.
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1 month ago
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